
Schmerzempfindliche Deutsche
Zwei von drei deutschen Haushalten haben Schmerzmittel im Schrank. Dabei greifen viele Konsumenten zu bekannten Marken. Kopfweh, Erkältung, Muskelzerrung.
Björn BöerChefredakteurDenn an der kommt man kaum vorbei: Immerhin beliefen sich die Bruttowerbeinvestitionen der Arzneimittelhersteller in Deutschland für Schmerzmittel laut Nielsen Media Research in den vergangenen zwölf Monaten (Juni 2007 bis Mai 2008) auf rund 90 Millionen Euro. Damit stehen Schmerzmittel nach den Husten- und Erkältungsmitteln (108 Millionen Euro) auf Platz 2 bei den Werbeausgaben für frei verkäufliche Medikamente. Die Wahl einer bestimmten Marke ist darüber hinaus häufig eng mit der jeweiligen Indikation verknüpft: Plagen Erkältungssymptome, greifen die Verbraucher zu einem anderen Schmerzmittel als beispielsweise bei Kopfschmerzen.
Jeder Vierte hält Produkte aus der Apotheke für wirksamer
Insgesamt ist nahezu jeder vierte Konsument, der nicht verschreibungspflichtige Medikamente kauft, davon überzeugt, dass Arzneimittel aus der Apotheke wirksamer sind als Produkte aus Drogerie- oder Supermarkt; weitere 32 Prozent der befragten Verbraucher tendieren zumindest in diese Richtung.
12 Prozent der Verbraucher nehmen bereits vorbeugend freiverkäufliche Arzneimittel oder Gesundheitsprodukte ein, um fit und gesund zu bleiben. Dieser Aussage stimmen vor allem Verwender von Psychoanaleptika, also Substanzen, die die Aktivität der Nerven erhöhen, beschleunigen oder verbessern, sowie Vitaminen und Mineralien zu.

Chefredakteur
Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.
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