Techniker prüft Serverracks in modernem Rechenzentrum für KI-Infrastruktur
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Alibaba sammelt 8,7 Mrd. Euro für KI ein

Alibaba will an der Hongkonger Börse umgerechnet 8,73 Mrd. Euro über neue Aktien einsammeln, die komplett in den Ausbau der KI-Infrastruktur fließen sollen, berichtet Manager-Magazin.de. Es handele sich um die größte Kapitalerhöhung eines gelisteten Unternehmens in Hongkong überhaupt und weltweit die drittgrößte in diesem Jahr. Im Vorquartal sei jedoch der Nettogewinn um 75 Prozent eingebrochen, während die KI-Ausgaben um denselben Prozentsatz auf 8,62 Mrd. Euro steigen sollen.

Thomas RehmThomas RehmRedakteur
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Alibaba finanziert KI-Offensive mit Rekord-Kapitalerhöhung

Der chinesische Onlineriese Alibaba plant eine der größten Finanzierungsrunden des Jahres: Über die Ausgabe neuer Aktien an der Börse in Hongkong will der Konzern 80 Milliarden Hongkong-Dollar einnehmen, umgerechnet rund 8,73 Milliarden Euro. Nach Unternehmensangaben wäre dies die größte Kapitalerhöhung eines bereits gelisteten Unternehmens in Hongkong und weltweit die drittgrößte Transaktion dieser Art im laufenden Jahr – nach vergleichbaren Schritten der US-Technologiekonzerne Alphabet und Intel. Über die Pläne berichtet Manager-Magazin.de.

Die Mittel aus dem Aktienverkauf sollen vollständig in den Ausbau der künstlichen Intelligenz fließen. Alibaba spricht von Investitionen in die gesamte Bandbreite der KI-Technologie, darunter Rechenzentren und weitere Infrastruktur, die für Entwicklung und Betrieb entsprechender Anwendungen notwendig ist. Damit unterstreicht der Konzern seine strategische Neuausrichtung: Künstliche Intelligenz und Cloudgeschäft werden zum zentralen Wachstumsmotor, während das traditionelle Handelsgeschäft an Dynamik verliert.

Die Offensive hat jedoch bereits deutliche Spuren in der Ergebnisrechnung hinterlassen. Im abgelaufenen Quartal sank der Nettogewinn um 75 Prozent auf 10,5 Milliarden Yuan, umgerechnet etwa 1,3 Milliarden Euro. Als wesentlicher Grund gelten die stark gestiegenen Ausgaben für KI-Infrastruktur, die ebenfalls um 75 Prozent auf 67,7 Milliarden Yuan beziehungsweise rund 8,6 Milliarden Euro zulegten. Der Umsatz entwickelte sich dagegen positiv und stieg um 9 Prozent auf 269 Milliarden Yuan.

Besonders kräftig wuchs die Sparte für Cloud- und KI-Dienste. Ihr Umsatzwachstum beschleunigte sich auf 45 Prozent. Die Erlöse mit KI-bezogenen Produkten legten nach Unternehmensangaben bereits das zwölfte Quartal in Folge im dreistelligen Prozentbereich zu. Konzernchef Eddie Wu wertete die Entwicklung als Beleg für eine bessere Kommerzialisierung der eigenen KI-Fähigkeiten und sieht Alibaba gut positioniert, um von der steigenden Nachfrage nach künstlicher Intelligenz zu profitieren.

Für Alibaba ist die geplante Kapitalerhöhung damit mehr als eine reine Finanzierungsmaßnahme. Sie markiert den Versuch, den Konzern in einer Phase hoher Investitionskosten konsequent auf wachstumsstarke Technologiefelder auszurichten. Während der Onlinehandel schwächelt, soll die Cloud- und KI-Sparte den nächsten Entwicklungsschub liefern. Der Erfolg dieser Strategie hängt nun davon ab, ob die milliardenschweren Investitionen in Infrastruktur und Produkte schnell genug in profitables Wachstum übersetzt werden können.

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Thomas Rehm
Geschrieben vonThomas Rehm

Redakteur

Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.

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