3D-Illustration: Euro-Münze verwandelt sich in digitalen Stablecoin-Token zwischen zwei Instituten
© Black Forest Labs / Flux

Revolut startet Euro-Stablecoin

Revolut legt mit EURR einen eigenen Euro-Stablecoin auf, berichtet Boersen-Zeitung.de. Als Emittent tritt die Neobank nicht auf, diese Rolle übernehme die Stripe-Tochter Bridge, die dafür Infrastruktur und Lizenzen vorhalte. Die Absicht habe Revolut Anfang August angekündigt, nun stehe das Setup. In Großbritannien sei das Unternehmen in der ersten Testrunde der FCA für einen Pfund-Stablecoin dabei.

David WöllensteinDavid WöllensteinRedakteur
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Revolut konkretisiert Euro-Stablecoin EURR

Revolut treibt seine Pläne für einen an den Euro gekoppelten Stablecoin voran: Mit EURR soll ein eigener Euro-Stablecoin entstehen, der den Zahlungsverkehr stärker auf die Blockchain bringt, berichtet Boersen-Zeitung.de. Die Neobank tritt dabei nicht selbst als Emittent auf. Diese Rolle übernimmt die Stripe-Tochter Bridge, die nach den vorliegenden Informationen die nötige Infrastruktur und die Lizenzen bereitstellt. Nachdem Revolut die Absicht zum Start von EURR bereits Anfang August angekündigt hatte, ist nun das konkrete Setup definiert. Im Zentrum steht damit ein Partner-Modell, bei dem Revolut das Produkt vorantreibt und Bridge die operative Grundlage liefert.

Der Schritt passt in Revoluts breitere Strategie, neben dem Kryptohandel weitere Anwendungen onchain-fähig zu machen. Das Unternehmen hat die Marke von 80 Millionen Kunden erreicht und verfügt damit über eine große Nutzerbasis, auf der ein digitaler Euro-Token im Alltagseinsatz skaliert werden könnte. Der Euro-Stablecoin soll vor allem als Zahlungsmittel im gewöhnlichen Payment relevant werden. Im Vordergrund steht damit weniger der spekulative Charakter digitaler Assets als vielmehr eine stabile Zahlungsfunktion, die an eine etablierte Währung gekoppelt ist.

Auch in Großbritannien ist Revolut in Stablecoin-Vorhaben eingebunden. Dort gehört die Neobank zur ersten Kohorte von Finanzfirmen, die gemeinsam mit der FCA einen an das britische Pfund gekoppelten Stablecoin marktfähig machen wollen. Der parallele Testlauf zeigt, dass Revolut das Thema nicht allein auf den Euro-Raum beschränkt, sondern Stablecoins als Baustein für unterschiedliche Währungsräume angeht. Für das Unternehmen entsteht damit die Möglichkeit, Erfahrungen aus mehreren Projekten zu bündeln und Onchain-Anwendungen auszuweiten.

Im Wettbewerb könnte der Zeitfaktor entscheidend werden. Während Revolut das Setup für EURR nun festgelegt hat, wartet das Bankenkonsortium Qivalis für seinen geplanten Euro-Stablecoin weiterhin auf die Erlaubnis der niederländischen Finanzaufsicht. Da hiesige Banken Stablecoins bislang noch nicht integriert haben, könnte Revolut bei einer schnellen Umsetzung einen Vorsprung erzielen. Entscheidend bleibt, wie rasch technische Einbindung, regulatorische Absicherung und Nutzerakzeptanz zusammenfinden. Gelingt dies, könnte EURR für Revolut ein früher Vorteil im blockchainbasierten Zahlungsverkehr werden.

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David Wöllenstein
RedaktionDavid Wöllenstein

Redakteur

David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.

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