Foto: Mitarbeiter prüft ein gefaltetes Fahrrad in einem offenen Karton im hellen Fahrradgeschäft.
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Brompton faltet B2B und D2C zusammen

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Brompton bündelt Großhandel und Direktvertrieb auf einer Plattform, berichtet Channelx.world. Der britische Faltradhersteller habe ein Bestellportal auf BigCommerce gestartet, das auf demselben System und denselben Produktdaten laufe wie sein Online-Shop für Endkunden. Es löse ein über zehn Jahre altes Eigenbau-System ab und richte sich an mehr als 1.000 Partnerhändler. Auf sie entfielen rund 75 Prozent des Umsatzes. Deutschland und Österreich seien bereits live, das übrige Europa und Großbritannien sollen diesen Monat folgen, die USA und Asien bis zum Frühjahr.

Brompton stellt seinen Großhandel digital neu auf: Der britische Faltradhersteller hat ein globales Partner Portal auf Basis der BigCommerce B2B Edition gestartet, berichtet Channelx.world. Die neue Lösung bündelt Großhandel und Direktvertrieb auf derselben BigCommerce-Instanz und nutzt denselben Produktkatalog wie der bestehende Online-Shop für Endkunden. Damit ersetzt Brompton ein mehr als zehn Jahre altes Eigenbau-System, das für die inzwischen deutlich breitere Modellpalette an Grenzen gestoßen war.

Das Portal richtet sich an Brompton-Partnerhändler weltweit. Über mehr als 1.000 Retail-Partner laufen rund 75 Prozent des Gesamtumsatzes. Entsprechend zentral ist der B2B-Kanal für das Unternehmen. Die Plattform soll Partnern eine modernere Bestellumgebung bieten, mit klareren Produktbildern, verbesserten Informationen und kuratierten Katalogen. Ziel ist, das Sortiment leichter zugänglich zu machen und Bestellprozesse im Großhandel näher an die Standards im E-Commerce heranzuführen.

Ein gemeinsamer Katalog für B2C und B2B

Brompton hatte seinen composable Direct-to-Consumer-Shop bereits 2024 auf BigCommerce gestartet. Das neue Partner Portal erweitert diese Grundlage nun auf das Großhandelsgeschäft. Für das Unternehmen bedeutet das eine einheitlichere Datenbasis, weniger Systembrüche und eine skalierbare Architektur für weiteres Wachstum. Besonders relevant ist das, weil Brompton sein Angebot über klassische Falträder hinaus ausgebaut hat. Dazu zählen elektrische Modelle, Titanräder und Varianten mit größeren Laufrädern.

CTO Oliver Boardman beschreibt die Händler als zentral für Bromptons Erfolg. Das Portal solle ihnen eine intuitive Möglichkeit geben, Produkte zu entdecken, Bestellungen aufzugeben und benötigte Informationen für gemeinsame Kunden abzurufen. Laut Boardman geht es darum, die Zusammenarbeit mit Brompton zu vereinfachen und Partner beim Wachstum zu unterstützen. Perspektivisch will das Unternehmen den Funktionsumfang im System weiter ausbauen.

Vier Monate bis zum Start

Auffällig ist die kurze Umsetzungszeit. Während das ursprüngliche DTC-Projekt rund ein Jahr bis zum ersten Marktstart benötigte, brachte ein internes Team das Partner Portal in vier Monaten live. Brompton nutzte dafür Erfahrungen aus dem bestehenden BigCommerce-Projekt. Laut Boardman halfen auch KI-Tools, die Umsetzung zu beschleunigen. Der Erfolg sei jedoch vor allem durch die enge Zusammenarbeit verschiedener Teams entstanden, die Produktwissen, Partnerprozesse und technische Kompetenz zusammengeführt hätten.

Der Rollout erfolgt Markt für Markt. Deutschland und Österreich sind bereits live. Die übrigen europäischen Märkte und Großbritannien sollen im laufenden Monat folgen. Für die USA, Japan, China und Singapur laufen zusätzliche Lokalisierungsarbeiten. Der vollständige Start ist vor dem Frühjahr vorgesehen.

Aus Sicht von Commerce schließt Brompton damit eine Lücke, die in vielen Herstellerstrukturen lange sichtbar war: Investitionen flossen häufig zuerst in den Direktvertrieb, während Händler mit älteren Bestellsystemen arbeiten mussten. Brompton führt nun Partnergeschäft und Endkundengeschäft auf einer gemeinsamen technischen Grundlage zusammen. Der nächste Prüfpunkt ist der Abschluss des internationalen Rollouts in den USA, Japan, China und Singapur vor dem Frühjahr.

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