Morning Briefing

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Leere Lagerregale symbolisieren steigende Großinsolvenzen im Handel
© Black Forest Labs / Flux

105 Großinsolvenzen im Quartal

Die Zahl der Großinsolvenzen verharrt auf hohem Niveau, meldet Haendlerbund.de. 105 Unternehmen mit mehr als zehn Mio. Euro Umsatz stellten im zweiten Quartal einen Insolvenzantrag. Das seien knapp zwölf Prozent mehr als ein Jahr zuvor und 40 Prozent über dem Fünfjahresschnitt von 75 Verfahren. Der Schwerpunkt wandere nach oben: Bei Firmen jenseits der 100-Mio.-Marke kletterten die Verfahren von sieben auf zwölf. Die Welle nähere sich aber ihrem Höhepunkt; Krisen würden erst mit Verspätung auf die Insolvenzen durchschlagen.

Thomas Rehm28.08.263 Min.
Mitarbeiter packt Planer und Vitamine im Fulfillment-Center für Vorbestellungen im September
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September ist der neue Januar

Die guten Vorsätze für das nächste Jahr werden mittlerweile schon im September geschmiedet, meldet der Lieferdienst Wolt. Die Suche nach „Planer“ sei um 90 Prozent nach oben geschnellt und so hätten folgerichtig auch die Vorbestellungen um 31 Prozent zugenommen. Der Warenkorbwert wäre 5,5 Prozent gewachsen, denn wer plane. denke auch größer. Andere Indizien: Vitamine und Nahrungsergänzung plus 31 Prozent, Sportnahrung plus 21 Prozent und die Schreibwaren, die sich zu Bestsellern mauserten: Kopierpapier, Dokumentenhüllen, Permanentmarker.

Björn Böer28.08.262 Min.
Entwicklerteam programmiert im Büro eigene KI-gestützte Software-Lösungen
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Vertrauen der Unternehmen in KI wächst

Das Vertrauen der Unternehmen in KI wächst, aber vielleicht schneller als der Ertrag, zitiert Heise.de eine McKinsey-Studie. 37 Prozent der Befragten würden einen „gewissen Effekt“ auf den operativen Gewinn ausmachen. Das seien aber nur genauso viele wie im Vorjahr. Die Rendite zeige sich möglicherweise anderswo: Fast ein Drittel habe auf den Kauf von Software verzichtet und benötigte Funktionen mit agentischen Coding-Tools intern nachgebaut. 60 Prozent wollten mehr Geld in KI investieren, 20 Prozent wegen der Kosten lieber auf die Bremse treten.

David Wöllenstein28.08.263 Min.
Zwei Mitarbeitende packen gemeinsam Pakete in modernem Lager, Symbolbild für Händlerwachstum
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Temu befragt seine Händler und findet Erfolge

Die Hälfte der europäischen Temu-Händlern hat seit dem Einstieg seine Kapazitäten ausgebaut, Personal eingestellt oder aber beides, berichtet Channelx.world. Ein Drittel sei zudem in neue Auslandsmärkte vorgestoßen. Rund zwei Drittel hoben die persönliche Betreuung durch die Plattform hervor, gut ein Drittel die Kostenstruktur. Erhoben habe die Zahlen allerdings Temu selbst. Das Unternehmen befragte dazu im Juni und Juli 150 eigene Händler in Deutschland, Frankreich, Spanien, Italien, Polen und Großbritannien.

Thomas Rehm28.08.263 Min.
Besucher beobachten Händler beim Live-Commerce-Streaming auf der Ebay Open 2026
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Ebay lädt Händler zum Livestream-Unterricht

Ebay bittet laut Pressemitteilung am 15. Oktober zur „Ebay Open 2026“ in die Uber Eats Music Hall nach Berlin. Im Zentrum des Händlertreffens stehe Live Commerce: Vorträge, ein Panel und ein Studio, in dem Besucher den Streamern über die Schulter schauen. Dazu kämen Vertiefungskurse zu internationalem Handel, KI, Advertising, Logistik und EU-Regeln. Das Ticket koste 49 Euro netto, nach der Teilnahme winke ein 100-Euro-Werbeguthaben.

Thomas Rehm28.08.263 Min.
Einzelner Mitarbeiter in modernem, schlank besetztem Logistikzentrum symbolisiert Stellenabbau im Handel
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Weniger Stellenabbau = immer noch Abbau

Deutschlands Unternehmen wollen weniger Stellen streichen, meldet das Ifo-Institut. Das Beschäftigungsbarometer kletterte im August mit 94,8 Punkten auf den höchsten Stand seit Mai 2025. Unterm Strich würden aber trotzdem noch Arbeitsplätze wegfallen. Im Handel habe sich die Stimmung zwar aufgehellt, doch sowohl Groß- als auch Einzelhandel planten weiterhin mit weniger Stellen.

David Wöllenstein28.08.263 Min.
Mehrere Lieferdienst-Kuriere beladen morgens gleichzeitig ihre E-Bikes mit Essenslieferungen
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Delivery Hero wächst schneller als geplant

Delivery Hero hebt nach einem starken zweiten Quartal die Jahresprognose an, berichtet Wiwo.de. Der Berliner Essenslieferdienst peile 2026 beim Bruttowarenwert neun bis elf Prozent Wachstum an statt acht bis zehn, das bereinigte Ebitda solle 960 Mio. bis eine Mrd. Euro erreichen. Im zweiten Quartal kletterte der Warenwert um 11,3 Prozent auf 13,2 Mrd. Euro, der Umsatz um 17,7 Prozent auf vier Mrd. Euro. Die 13 Mrd. Euro schwere Übernahme durch Uber soll in der zweiten Jahreshälfte 2027 folgen.

Thomas Rehm28.08.262 Min.
Kundin betrachtet nachdenklich Produkt im modernen Store, Sinnbild für steigendes Konsumklima
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Konsumklima springt an

Das Konsumklima in Deutschland klettert im September voraussichtlich um 2,8 auf minus 26,6 Punkte, meldet NielsenIQ.com. Die Verbraucher hofften auf mehr Lohn, der Index der Einkommenserwartung sei auf 1,7 Punkte gesprungen und damit auf den besten Stand seit einem halben Jahr. Die Konjunkturerwartungen würden zum vierten Mal in Folge zulegen, auf minus 3,9 Punkte. Die Anschaffungsneigung dagegen verharre bei minus 9,8 Punkten, wo sie seit rund vier Jahren klebt; auch die Sparneigung bewege sich kaum.

David Wöllenstein28.08.262 Min.
3D-Illustration: KI-Module docken an stabile Software-Plattform an
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Salesforce gegen die SaaSpocalypse

Salesforce hebt, wegen der Nachfrage nach neuen KI-Werkzeugen, seine Jahresprognose an, berichtet Manager-Magazin.de. Im abgelaufenen Quartal setzte das Unternehmen 11,35 Mrd. Dollar um und traf damit das obere Ende der eigenen Vorhersage. Das Ergebnis stehe im Widerspruch zu Befürchtung, dass sich Unternehmen künftig Buchhaltung oder Lagerverwaltung von KI, wie Anthropics Claude Code, programmieren lassen könnten. Salesforce habe das Start-up „Fin“ übernommen, zu dessen Kunden wiederum Anthropic zähle.

David Wöllenstein28.08.262 Min.
Junge Menschen verfolgen gebannt ein gestreamtes Sportereignis im modernen Wohnzimmer
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Europas Abos: Filme, Serien, Sport

Filme, Serie, Sport – dafür zücken 32,7 Prozent von Europas Streamingkunden am ehesten die Karte, meldet Eurostat. Musik folge mit 23,0 Prozent. Digitale Presse (7,2 Prozent) und Gaming-Streams (6,1 Prozent) blieben eher in der Nische. Zwischen den Mitgliedsstaaten klaffe eine Lücke: In Irland (63,9 Prozent) und Dänemark (61,1 Prozent) abonniere eine deutliche Mehrheit der Internetnutzer, in Bulgarien hingegen nur 9,3 Prozent.

Thomas Rehm28.08.262 Min.
Mitarbeitende verpacken Pakete in modernem Fulfillment-Zentrum in der Steiermark
© Black Forest Labs / Flux

Österreich schrumpft, Niceshops wächst

Niceshops hat im ersten Halbjahr 97,3 Mio. Euro umgesetzt, berichtet ORF.at. 2026 wären es, im ganzen Jahr, 169 Mio. Euro gewesen. Der österreichische Handel sei in den ersten beiden Quartalen inflationsbereinigt um 0,7 Prozent geschrumpft. Das steirische Unternehmen habe für diesen Erfolg Personal abgebaut, aber beschäftige heute mehr als 400 Mitarbeiter in Saaz, Graz und Wien. Für das Gesamtjahr erwarte Niceshops einen neuen Umsatzrekord und wolle im kommenden Jahr in zwei weitere Länder expandieren. Hauptmärkte seien im Moment Hauptmärkte Österreich, Deutschland, Schweiz und Ungarn.

Björn Böer28.08.262 Min.
Mitarbeiter prüft zurückgesendetes Smartphone im Lager für Amazons Second-Chance-Programm
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Zweite Runde für Amazons Retouren

Amazon wiederholt vom 1. bis 10. September die „Second Chance Deal Days“, meldet Retail-News.de. Zehntausende retournierte und generalüberholte Artikel, vom Smartphone bis zum Heimwerkerbedarf, gebe es dann bis zu 50 Prozent unter der Preisempfehlung vergleichbarer Neuware. Das europäische Gebrauchtgeschäft des Konzerns habe 2025 erstmals zwei Mrd. Euro Umsatz überschritten.

Björn Böer28.08.263 Min.
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