Redaktion

Redaktion

etailment

425 Artikeldabei seit 2012

Unter dem Namen Redaktion veröffentlicht das Team von etailment.de gemeinsam recherchierte Nachrichten und Analysen aus dem digitalen Handel.

Foto: Lageraufsicht mit Warnweste prüft Papier neben Paletten, zwei Lkw stehen an Laderampen.
© OpenAI

Allianz Trade: Erst 2028 sinkt die Zahl der Pleiten

Auch 2027 dürften rund 25.900 deutsche Unternehmen in die Insolvenz rutschen, so viele wie zuletzt 2013, zitiert Handelsblatt.com eine Prognose von Allianz Trade. Für dieses Jahr erwarte der Kreditversicherer ebenso viele Fälle. Deutschland-Chef Milo Bogaerts mache Iran-Krieg, Konjunkturflaute, Fachkräftemangel und hohe Betriebskosten verantwortlich; besonders hart treffe es unter anderem Transport und Logistik. Erst 2028 sinke die Zahl um fünf Prozent auf 24.600. Dann könne die Konjunkturpolitik der Regierung deutlicher greifen.

Redaktion28.10.262 Min.
Foto: Zwei Personen prüfen an einem Supermarkttisch Lebensmittel und ein unscharfes Papier.
© OpenAI

HDE stemmt sich gegen strengere UTP-Regeln

Acht EU-Staaten wollen die Richtlinie gegen unlautere Handelspraktiken in der Lebensmittelkette verschärfen; der Handelsverband Deutschland äußert in einer Pressemitteilung Bedenken: Ohne Umsatzschwellen schütze die Richtlinie auch Großkonzerne in Verhandlungen mit Händlern. Bislang verhandelbare Leistungen wie gemeinsames Marketing pauschal zu verbieten, beschneide die Vertragsfreiheit. Ein Einkaufsverbot unter Produktionskosten sei untauglich, da niemand diese Kosten rechtssicher bestimmen könne. Die Bundesregierung solle gegensteuern, da bisher niemand die Wirkung der geltenden Regeln belastbar ausgewertet habe.

Redaktion28.10.263 Min.
Foto: Mann packt Notizbuch, Pflanze und Ausweis in eine Box in einem modernen Büro.
© OpenAI

Microsoft schlägt 60.000 Mitarbeitern freiwilligen Abgang vor

Microsoft bietet rund 60.000 Mitarbeitern – mehr als einem Viertel der Belegschaft – den freiwilligen Abschied gegen Abfindung an, berichtet Businessinsider.de. Berechtigt seien Beschäftigte in den USA, Kanada, Indien und Großbritannien bis zur internen „Stufe 70“, die auch Führungskräfte umfasse; Vertrieb und Teile der Technik seien nicht betroffen. In den USA umfasse das Standardpaket mindestens 60 Tage Grundgehalt bis zu 39 Wochen je nach Betriebszugehörigkeit. Nach hohen KI-Investitionen und Stellenabbau wolle der Konzern so Kosten drücken.

Redaktion28.10.262 Min.
Foto: Junge Frau schaut am Tisch neben Kleidung und Einkaufstasche auf ihr Smartphone.
© OpenAI

Soziale Medien haben weltweit 5,81 Milliarden Nutzer

Rund 5,81 Mrd. Menschen nutzen soziale Netzwerke, knapp 70 Prozent der Weltbevölkerung, zitiert Onlinemarketing.de den Report „Digital 2027“. Für Jüngere sind die Plattformen längst Schaufenster: Fast jeder zweite 16- bis 24-Jährige informiere sich vorrangig dort über Marken und mögliche Käufe. Die meiste Gesamtzeit fließe zu Youtube, doch pro aktivem Account führe Tiktok mit knapp zwei Stunden täglich. Parallel hole die generative KI auf: Die Zahl der monatlichen Nutzer sei binnen eines Jahres um 57 Prozent auf 3,24 Mrd. gestiegen.

Redaktion28.10.262 Min.
Foto: Mann legt Geldscheine aus einer Geldbörse in ein Sparglas auf einem hellen Küchentisch.
© OpenAI

Nur die Schweizer sparen eifriger als die Deutschen

Deutsche Haushalte sparten 2025 18,9 Prozent ihres verfügbaren Einkommens, deutlich mehr als der EU-Schnitt von 14,3 Prozent, meldet das Statistische Bundesamt. 2024 habe der Wert noch bei 19,6 Prozent gelegen. In Österreich liege die Quote bei 15,7 Prozent, in den USA bei 10,7 Prozent. Die Schweiz komme auf 27,4 Prozent, weil dort die private Altersvorsorge schwerer wiege. Spitzenjahr sei 2020 mit 22,9 Prozent gewesen, als die Pandemie den Konsum ausgebremst habe.

Redaktion28.10.262 Min.
Foto: Lagerarbeiter legt einen kleinen Artikel neben gestapelte Kartons an einem sauberen Packtisch
© Black Forest Labs / Flux

Geld zurück, Ware bleibt: Amazon bringt FBA-Option nach Europa

FBA-Händler können Amazon künftig erlauben, Retouren zu erstatten, ohne dass der Kunde die Ware zurückschickt, berichtet Haendlerbund.de. Das freiwillige Verfahren gelte in fünf europäischen Ländern, darunter Deutschland, bis zu einer selbst gewählten Preisgrenze von höchstens 75 Euro pro Artikel. Der Händler spare Abwicklung und Lagerung der Rückware, bleibe aber auf dem Verlust sitzen. Jeder Fall zähle zur Rücksenderate, die sonst fällige Zusatzgebühr entfalle jedoch. Bei günstigen Artikeln könne die Rechnung aufgehen, bei teureren überwiege der Verlust die gesparte Abwicklung.

Redaktion28.10.263 Min.
Foto: Mitarbeiterin legt gefalteten Pullover in einen Karton in einem sauberen Mode-Lager.
© OpenAI

About You bringt Marktplatz nach Rumänien

About You öffnet seinen Marktplatz in Rumänien für externe Modehändler, berichtet Business-Review.eu. Zugang erhalte jede europäische Modemarke, unabhängig von ihrer Größe. Mehr als 1.000 Händler seien bereits dabei, das Sortiment wachse um über 160.000 Artikel. Mindestumsatz oder Sortimentsvorgaben verlange About You nicht, die Anmeldung dauere wenige Wochen. Wer den Versand an die Plattform abgebe, bediene die Erwartungen rumänischer Kunden: Haustür, Paketstation, Nachnahme. Umgekehrt verschaffe der Marktplatz rumänischen Anbietern Zugang zu Kunden in ganz Europa.

Redaktion28.10.263 Min.
Foto: Person sucht am Laptop, daneben stehen mehrere Haushaltsprodukte auf einem hellen Küchentisch
© Black Forest Labs / Flux

Suchfunktion im Shop: 59 Prozent der Kunden geben auf

59 Prozent der Online-Shopper in den USA und Großbritannien verlassen Shops häufig wegen einer schwachen Suchfunktion, zitiert Certified SEO eine Nosto-Umfrage. Wer fündig werden wolle, brauche oft das Vokabular eines Bibliothekars: 70 Prozent hätten angegeben, nur mit sehr spezifischen Begriffen brauchbare Treffer zu erhalten, 64 Prozent beklagten unpassende Ergebnisse. Die Konkurrenz sitze im Browser-Tab nebenan: 40 Prozent erklärten, KI-Tools wie ChatGPT oder Claude seien bereits hilfreicher als die Suchfunktion vieler Shops.

Redaktion28.10.262 Min.
Foto: Person scannt neutrale Pakete an einem sauberen Packtisch mit Kiste und Isolierbox.
© Black Forest Labs / Flux

DHL 2027: Neue Extras, neue Gebühren für Händler

DHL plant neben der Portoreform 2027 weitere Zusatzleistungen und Gebühren für Geschäftskunden, berichtet Haendlerbund.de. Laut einem internen Rundschreiben koste der zweite Zustellversuch künftig 2,99 Euro. Das Kleinpaket werde ab Januar mautpflichtig und voraussichtlich zehn Cent teurer. Wer Packstationen als Ziel sperren wolle, zahle 1,69 Euro. „Sofort Zurück“ schicke verderbliche Ware nach gescheitertem Erstversuch für 4,50 Euro umgehend zum Absender. Ein automatischer Abholscan solle Händler dagegen vor Marktplatz-Strafen wegen vermeintlicher Lieferverzögerungen bewahren.

Redaktion28.10.263 Min.
Foto: Lagerarbeiter sichert eine Palette mit grauen Kisten in heller Logistikhalle am Verladetor.
© OpenAI

Exporteure so zuversichtlich wie seit Februar 2022 nicht mehr

Die Exporteure der deutschen Industrie blicken so zuversichtlich nach vorn wie seit Februar 2022 nicht mehr, meldet das Ifo-Institut. Dessen Index der Exporterwartungen sei im Oktober auf 12,2 Punkte geklettert, nach 9,0 im September. Den Ausschlag gebe vor allem die Autoindustrie, die nach einem Dämpfer im Vormonat wieder mit wachsenden Ausfuhren rechne. Optimistisch bleibe auch der Maschinenbau, besonders zuversichtlich seien Elektro- und Elektronikhersteller.

Redaktion28.10.262 Min.
Foto: Person prüft ein kleines Elektronikgerät und Pakete an einem sauberen Schreibtisch mit Laptop.
© Black Forest Labs / Flux

EU akzeptiert Temus Aktionsplan

Die EU-Kommission hat Temus Aktionsplan gegen illegale Produkte akzeptiert, berichtet Caschys Blog. Im Mai hatte Brüssel 200 Mio. Euro Bußgeld verhängt, weil Temu Risiken nach dem Digital Services Act unzureichend bewertet habe. Temu wolle nun unter anderem Risiken plattformspezifisch analysieren, die Wirkung seiner Schutzvorkehrungen messen und prüfen, ob Empfehlungsalgorithmen illegaler Ware Reichweite verschaffen und Verkäufer Marktplatzfunktionen dafür missbrauchen. Binnen vier Monaten müsse Temu eine vorläufige Risikobewertung für das Halbjahr bis 30. November vorlegen.

Redaktion28.10.262 Min.
Foto: Lagerarbeiter legt eine unbeschriftete Elektronikschachtel in einen offenen Versandkarton.
© Black Forest Labs / Flux

Elektronik online: Die Platzhirsche wachsen wieder

MediaMarkt betreibt weiterhin Deutschlands umsatzstärksten Elektronik-Online-Shop, berichtet Channelpartner.eu. Der Händler setze dort geschätzt 2,35 Mrd. Euro um und liege damit knapp vor Apple. Der im letzten Jahr prognostizierte Umbruch bleibe aus: Der Umsatz der 17 größten Versender sei um 15 Prozent gestiegen, Notebooksbilliger.de klettere mit plus 23 Prozent auf Rang drei. Coolblue lege zwar um 30 Prozent zu, Galaxus um 15 Prozent, doch der Abstand zur Spitze bleibe groß. Saturn rutsche trotz Wachstum von Platz drei auf Platz sechs.

Redaktion28.10.262 Min.

Trending Morning Briefing

Mehr Morning Briefings

Jetzt reinhören

Alle Podcasts