Foto: Zwei Personen beraten sich in einer Herrenboutique an einem Blazer, eine hält ein Tablet.
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Bonobos relauncht Online-Shop auf Shopify

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Die Herrenmodemarke Bonobos hat ihre Website auf Shopify neu gestartet, berichtet Digitalcommerce360.com. Ein „My Fit“-Profil gleiche Größenangaben zwischen Online-Shop und den 48 Läden ab, das Verkaufspersonal sehe sie in Echtzeit. Stelle ein Berater mit dem Kunden digital ein Outfit zusammen, lande der Warenkorb ohne erneute Erfassung an der Ladenkasse. Folge binnen sieben Tagen ein Kauf, online oder vor Ort, schreibe Bonobos ihn Filiale und Berater gut.

Bonobos verknüpft Shopify-Shop mit stationärer Beratung

Die Herrenmodemarke Bonobos hat ihre Website im Oktober auf Shopify neu gestartet und richtet den digitalen Auftritt stärker auf Omnichannel-Services aus. Wie Digitalcommerce360.com berichtet, soll der neue Shop den Weg von der Produktsuche bis zum Kauf vereinfachen. Im Zentrum stehen schnellere Checkout-Prozesse, eine engere Verbindung zwischen Webshop und Filialen sowie neue Profile für Größenangaben. Bonobos betreibt 48 stationäre Läden, die als Guideshops bezeichnet werden.

Für den E-Commerce der Marke ist der Relaunch vor allem ein Infrastrukturprojekt: Kundendaten, Größenpräferenzen und Warenkörbe sollen künftig kanalübergreifend nutzbar sein. Ellen Pope, Senior Director of Ecommerce bei Bonobos, beschreibt das Ziel als stärker verbundene Einkaufserfahrung. Was Kunden online entdecken, soll sich mit der persönlichen Beratung in den Guideshops zusammenführen lassen. Shopify liefert dafür die technische Grundlage, inklusive POS-Anbindung und Shop Pay.

„My Fit“ macht Größenangaben kanalübergreifend nutzbar

Ein zentrales Element ist das neue „My Fit“-Profil. Es synchronisiert Größenangaben zwischen Bonobos.com und den Verkaufssystemen in den Guideshops. Das Verkaufspersonal sieht die Präferenzen eines Kunden in Echtzeit und kann darauf aufbauend passgenauere Empfehlungen geben. Laut Pope war Passform schon immer ein Kern der Bonobos-Erfahrung; nun soll dieser persönliche Ansatz unabhängig vom Einkaufskanal verfügbar sein.

Der Nutzen liegt vor allem in der Konsistenz: Wer online stöbert, soll dieselben Größenempfehlungen erhalten wie bei einem Besuch im Laden. Umgekehrt können Informationen aus einer Beratung später im Webshop weiterwirken. Nach einer Anprobe folgen automatische Nachrichten, um den Service über den Ladenbesuch hinaus fortzuführen. Das zielt auf eine engere Kundenbindung und auf spätere Abschlüsse, ohne dass der Beratungsprozess nach dem Verlassen des Geschäfts abbricht.

Warenkorb wandert vom Web an die Kasse

Auch der Kaufabschluss wird stärker vernetzt. Mit Shopify POS kann ein Guide gemeinsam mit dem Kunden digital ein komplettes Outfit zusammenstellen und den Warenkorb direkt an die Ladenkasse übergeben. Eine erneute Erfassung der Artikel ist nicht nötig. Bonobos nennt dieses Prinzip „browse-on-web checkout“: Online-Auswahl und persönliche Beratung münden in denselben Checkout-Prozess.

Für den digitalen Abschluss setzt Bonobos außerdem auf Shop Pay. Die Lösung soll einen beschleunigten One-Tap-Checkout ermöglichen und wird laut Shopify weltweit von Hunderten Millionen Käufern genutzt. Damit adressiert die Marke einen klassischen Reibungspunkt im Payment: Je kürzer der Weg vom Produktinteresse zum Kauf, desto weniger Hürden entstehen im letzten Schritt der Customer Journey.

Attribution berücksichtigt Filiale und Berater

Bonobos verbindet den Relaunch auch mit einer präziseren Zuordnung von Verkäufen. Ein Check-in-System erfasst Filialbesuche. Erfolgt innerhalb von sieben Tagen ein Kauf, online oder vor Ort, wird dieser der ursprünglichen Filiale und dem jeweiligen Guide zugeschrieben. Damit entsteht eine kanalübergreifende Attribution, die die Rolle der stationären Beratung sichtbarer macht.

Der Relaunch ist Teil einer breiteren digitalen Transformation der Marke. Bonobos will digitale Produktsuche, persönliche Beratung, Größenwissen und Checkout enger verzahnen. Der nächste Prüfpunkt ist, ob die neuen Prozesse im Alltag tatsächlich weniger Reibung erzeugen und ob die 48 Guideshops über die Sieben-Tage-Zuordnung messbar vom Zusammenspiel aus Online-Shop und Beratung profitieren.

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