
Adler will langsamer wachsen
Plus beim Umsatz, Vorsicht bei der Expansion. Die Adler Modemärkte sind im ersten Halbjahr besser durch die Krise im Textilhandel gekommen als die Branche. Trotzdem ändert das Unternehmen seine Pläne.
Thomas RehmRedakteurAnsonsten hat Adler seine Umsätze im ersten Halbjahr auf 232,6 Millionen Euro gesteigert. Das ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Plus von 7,5 Prozent. Damit bewegen sich die Modemärkte gegen den Branchentrend. Denn im selben Zeitraum seien die Erlöse im Textileinzelhandel um 2 Prozent zurückgegangen, teilt Adler mit.
"Anlaufkosten" für neue Märkte
Die Erträge haben allerdings unter den üblichen saisonalen Effekten gelitten, teilt der Händler mit. Zudem hätten hier "Anlaufkosten" neuer Märkte negativ zu Buche geschlagen. So sank der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 4,6 Millionen auf 700.000 Euro. Das Minus beim Betriebsergebnis (Ebit) vergrößerte sich von 2,2 auf 6,6 Millionen Euro. Der Konzernfehlbetrag nach Steuern stieg von 2,9 auf 7,1 Millionen Euro.
Entscheidend für das schlechte zweite Quartal war auch für Adler der April, in dem der Textilhandel wenig Ware absetzte. "Trotzdem übertraf hier das Unternehmen mit Umsätzen von 126,1 Millionen Euro den Vorjahreswert von 124,6 Millionen Euro geringfügig", schreibt Adler.
Deutlich besser entwickelte sich im ersten Halbjahr freilich der Cashflow. Die laut Adler vorsichtigen Wareneinkäufe hoben den Wert von minus 6,8 Millionen auf nur noch minus 100.000 Euro.

Redakteur
Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.
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