
Agrarminister begrüßt Handelfonds für Tierschutz
Bonuszahlungen für mehr Platz im Stall: Bauern sollen sich besseren Tierschutz künftig honorieren lassen können. Supermarktketten wollen dafür einen Millionen-Fonds füllen. Naturschützern reicht das nicht.
David WöllensteinRedakteurAldi Nord betonte, dass die Zahlungen unabhängig vom jeweiligen Marktpreis für Fleisch seien. Ein Edeka-Sprecher hob hervor, dass das Thema Tierwohl in der gesamten Prozesskette verankert werden solle. Die Metro-Gruppe erklärte, für fairen Wettbewerb und ein nachhaltig funktionierendes System sei wichtig, dass alle Handelsunternehmen, die Industrie und Lieferanten die Finanzierung gemeinsam schulterten.
Tierschützern geht die Initiative nicht weit genug
Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) kritisierte die Initiative als unzureichend und mahnte eine gesetzliche Kennzeichnungspflicht für die Haltungsart an. Dies gäbe tiergerecht wirtschaftenden Bauern auch einen fairen Marktzugang, weil Verbraucher diese Leistungen auf dem Fleischprodukt direkt erkennen könnten.
Minister Schmidt sagte: "Verbraucher, die sich mehr Tierschutz oder regionale Herkunft wünschen, sind immer öfter auch bereit, hierfür mehr Geld auszugeben." Er begrüße, dass es Wahlmöglichkeiten gebe, so dass Verbraucher bewusste Kaufentscheidungen treffen könnten.
In Supermärkten gibt es auch weitere Initiativen für mehr Tierschutz, etwa ein Siegel des Tierschutzbunds für Hühner- und Schweinefleisch. Bewertet werden dafür etwa Haltungsbedingungen wie der Platz für ein Masthuhn oder Mastschwein, Transportzeiten sowie Betäubungsmethoden

Redakteur
David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.
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