Aigner zieht in den Kampf gegen giftige Farben

Aigner zieht in den Kampf gegen giftige Farben

Die Bundesverbraucherministerin will Verbraucher vor gesundheitsschädlichen Lebensmittelverpackungen schützen. Eine entsprechende Verordnung soll bereits nächstes Jahr in Kraft treten.

Thomas RehmThomas RehmRedakteur
2 Min.· Aktualisiert am
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Per Verordnung will Ilse Aigner festlegen, welche Druckfarbenbestandteile künftig für Lebensmittelverpackungen verwendet werden. Die zulässigen Stoffe sollen in einer Positivliste aufgeführt werden, wenn sie zuvor vom Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) getestet und für unbedenklich erklärt worden sind.

Deutschland prescht vor

Druckfarbenbestandteile, für die es keine solche Bewertung gibt, sollen künftig nur noch eingesetzt werden dürfen, wenn sie in den Lebensmitteln nicht nachweisbar sind. Stoffe, die im Verdacht stehen, Krebs zu erregen, das Erbgut zu verändern oder die Fortpflanzung zu beeinträchtigen sowie Nanomaterialien sollen völlig verboten werden.

Die Verordnung soll im Laufe des nächsten Jahres in Kraft treten. Ursprünglich hatte sich Deutschland für eine europäische Lösung eingesetzt. Bislang hat Brüssel das Thema jedoch nicht aufgegriffen. Daher hat sich Aigner jetzt zu einem nationalen Alleingang entschieden. 

Das Ministerium ist alarmiert, weil Lebensmittel immer wieder mit Druckfarbenbestandteilen belastet sind. Die Untersuchungen der amtlichen Marktüberwachungsstellen und ein vom Verbraucherministerium gefördertes Forschungsprojekt haben inzwischen 17 Chemikalien in Druckfarben nachgewiesen, die von der Verpackung in die Lebensmittel übergehen.

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Thomas Rehm
Geschrieben vonThomas Rehm

Redakteur

Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.

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