
Aldi-Manager soll Auszubildende misshandelt haben
Einem Bericht des Magazins "Spiegel" zufolge wurden Nachwuchskräfte in einem Zentrallager von Aldi Süd drangsaliert. Der Discounter bestätigt die Vorfälle - und ist "entsetzt".
David WöllensteinRedakteurVorgesetzte billigten Schikane
Der "Spiegel" berief sich in seinem Bericht auf das Buch eines ehemaligen Aldi-Managers, in dem eines der Opfer die Vorgänge beschreibt. Die Folie sei so stark gespannt gewesen, dass er kaum mehr habe atmen könnten, zitierte das Nachrichtenmagazin den Auszubildenden. Vorgesetzte hätten diese Schikane verfolgt und gebilligt. Teile der Misshandlungen seien sogar auf Seiten im Internet zu sehen.
Der Jugendliche habe sich nicht getraut, Anzeige zu erstatten. "Ich hatte Angst, sofort wieder gekündigt zu werden, da ich noch in der Probezeit war", wird er zitiert. Ihm sei außerdem angedroht worden, bei weiterem Fehlverhalten ins Tiefkühlabteil bei minus 20 Grad gesperrt zu werden.
Anfang des Jahres berichtete ein Detektiv von gezielter Mitarbeiterüberwachung bei Aldi Süd.

Redakteur
David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.
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