
Alle Jahre wieder Einkaufsstress
Vor allem Männer und Jugendliche kaufen Weihnachtsgeschenke auf den letzten Drücker. Der Stress führt allerdings zu Fehlkäufen - deren Wert betrug im vergangenen Jahr mehr als 800 Millionen Euro.
Viele Geschenke auf der Einkaufsliste
Dabei soll in relativ kurzer Zeit eine erstaunliche Anzahl an Präsenten besorgt werden. Mehr als ein Viertel der Männer plant bis zu zehn Geschenke zu kaufen. 13 Prozent sind auf der Suche nach elf bis 20 Artikeln.
Aber bei Zeitdruck bestehe die Gefahr, wahllos etwas in den Einkaufskorb zu legen – Hauptsache, man hat was. So wurden eBay zufolge allein 2009 in Deutschland ungeliebte Geschenke im Gesamtwert von 814,2 Millionen Euro eingekauft.
Weihnachtsmann ist online
Statt in den Geschäften im Gedränge nach Geschenken für die Liebsten zu suchen, setzen in diesem Jahr "mehr Bundesbürger als jemals zuvor" auf das Internet, melden der Bundesverband des Deutschen Versandhandels (bvh) und das Handelsinstitut EHI.
Demnach werde der Umsatz im Online-Weihnachtsgeschäft 2010 bei 3,6 Milliarden Euro liegen - rund 20 Prozent mehr als im vorigen Jahr, prognostiziert der bvh. Das entspreche einem Anteil von inzwischen 60 Prozent am gesamten Versandhandelsumsatz im Weihnachtsgeschäft.
Redakteurin
Sybille Roemer kennt als Redakteurin der afz – allgemeine fleischer zeitung die Herausforderungen der Digitalisierung in Metzgerei und Einzelhandel. Der Autorin der Fachbücher "Praxisführer E-Commerce" und "Erfolgsfaktor Online-Handel" und Dozentin an der Philipps-Universität Marburg ist wichtig, stets die Kundenperspektive im Blick zu haben: Digitalisierung sollte kein Selbstzweck sein, sondern Vorteile für alle Beteiligten bringen.
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