Allyouneed.com verkauft Schlecker-Ware

Allyouneed.com verkauft Schlecker-Ware

Schlecker ist zwar insolvent, aber es gibt immer noch Produkte des Drogeriehändlers zu kaufen - im Internet. Dafür nutzt das Portal Allyouneed.com den stillgelegten Webshop schlecker.de.

SRSybille RoemerRedakteurin
2 Min.· Aktualisiert am
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Warum auch nicht: Der Betrieb der Webseite als Werbefläche kostet nicht viel, sondern bringt über den Abverkauf der Artikel im Lager noch ein bisschen Geld in die Insolvenzmasse-Kasse von Schlecker. "Von den rund 15.000 Artikeln, die wir inzwischen anbieten, sind rund ein Drittel Drogerie-Artikel", erläutert Allyouneed-Unternehmenssprecher Max Thinius auf Anfrage von derhandel.de. "Was aus dem Schlecker-Lager in unser Sortiment passt, nehmen wir gerne."

Erste Aktion: Duni-Einwegwaschlappen

Am vergangenen Wochenende sei bereits die erste "Schlecker-Aktion" auf Allyouneed.com angelaufen: "Wir können Einwegwaschlappen der Marke Duni für 9 Cent statt 1,69 Euro anbieten", nennt Thinius als Beispiel. Weitere Aktionen sollen folgen: "Unsere Einkäufer schauen sich gerade an, was noch passen könnte."

Allyouneed wirbt als "Online-Supermarkt & Drogerie" prominent oben auf dem früheren Schlecker-Onlineshop; mit einem Klick gelingt der Schlecker.de-Besucher auf den Webshop des Onlinehändlers. Unterhalb der Allyouneed-Werbung folgen – wie von schlecker.de bereits zur Schließung des Webshops angekündigt – Anzeigen der früheren Partner von Schlecker.de. So verlinken der Kontaktlinsen- und Brillenversender Lens2Lens, die Fotodienstleister Cewe Color und Fuji sowie ein Zeitschriftenabo-Vermittler und ein Handyanbieter von schlecker.de auf ihre Webshops.

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SR
Geschrieben vonSybille Roemer

Redakteurin

Sybille Roemer kennt als Redakteurin der afz – allgemeine fleischer zeitung die Herausforderungen der Digitalisierung in Metzgerei und Einzelhandel. Der Autorin der Fachbücher "Praxisführer E-Commerce" und "Erfolgsfaktor Online-Handel" und Dozentin an der Philipps-Universität Marburg ist wichtig, stets die Kundenperspektive im Blick zu haben: Digitalisierung sollte kein Selbstzweck sein, sondern Vorteile für alle Beteiligten bringen.

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