Amazon entschuldigt sich für Verlagspoker - ein bisschen, Rocket Internet, Bertelsmann, Home24, Zappos, Spartoo

Amazon entschuldigt sich für Verlagspoker - ein bisschen, Rocket Internet, Bertelsmann, Home24, Zappos, Spartoo

Amazon: Alles ganz normal. Amazon sieht das Konditionengerangel mit Verlagen wie Hachette und Bonnier als alltägliche Verhandlungspolitik. Bücher und Autoren, die Amazon zeitweise gar nicht oder mit Verzögerung liefert, solche Daumenschrauben (Markenartikler kennen ähnliches das aus dem Lebensmittel-Einzelhandel) gehörten eben zum Geschäft, wenn man bessere Konditionen herausholen wolle. Im Interesse des Kunden natürlich ("When we negotiate with suppliers, we are doing so on behalf of custome...

OKOlaf KolbrückChefredakteur
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Jetzt lesen: Home24 braucht mehr Platz und Douglas stellt seine Modekette Appelrath Cüpper zum Verkauf.


Home24: Das Zalando für Möbel, Home24, baut ein Logistikzentrum in Ludwigsfelde bei Berlin. Fläche: 35 000 Quadratmeter. Bislang nutzt Home24 zwei Hallen in Freienbrink und Grevenbroich. Die aber werden angesichts des Wachstums zu klein. Tagesspiegel

Zitat des Tages: "Amazon denkt sich vielleicht: „Fuck the Germans“. Handelsexperte Gerrit Heinemann, Leiter des eWeb Research Center an der Hochschule Niederrhein, erwartet von Amazon weitere Automatisierung in der Logistik und warnt vor noch höherem Wettbewerbsdruck. Lesenswertes Interview in "Die Presse", in dem Heinemann auch ein paar Mythen aus dem Onlinehandel gerade rückt.

Rocket Internet: Mit Zencap gründeten die Samwer-Brüder eine Bank für Mitttelständler für Kredite von Privatanlegern. Mit Lendico, eher an Privatkunden orientiert, baute Rocket Internet nach dem Vorbild von Peer-to-Peer-Kreditplattformen wie Lending Club und Smava ebenfalls an einer eigenen Kreditplattform. Beiden Servcies schafft Rocket Internet nun eine Plattform unter Deutsche Kreditmarktplätze.

Bertelsmann: Bertelsmann investiert gemeinsam mit dem US-Investmentfonds Norwest Venture Partners einen zweistelligen Millionenbetrag in Pepperfry.com, das zu den führenden Online-Marktplätze in Indien gehört und sich auf Möbel und Wohnaccessoires spezialisiert hat.

Otto Group:
Falsche Zahlen - Der Konzern korrigiert die Zahlen des Instituts für Handelsforschung. Das hatte den Abstand zwischen der Nummer 1 Amazon und Otto auf 4,2 Milliarden Euro beziffert. Der E-Commerce-Umsatz der Otto Group belaufe sich aber auf 3,96 Milliarden Euro, der Abstand zu Amazon betrage somit lediglich 2,54 Milliarden Euro. Betrachte man zudem den gesamten Einzelhandelsumsatz der Otto Group in Deutschland – also inklusive Katalog und Filialen – schaffe die Unternehmensgruppe einen Umsatz von mehr als 6 Milliarden Euro. Der Abstand zu Amazon schmelze damit auf rund 500 Millionen Euro, heißt es im neuen Corporate Blog der Otto Group "Unterwegs".

Douglas: Der Handelskonzern Douglas stellt seine Modekette Appelrath Cüpper zum Verkauf. Auch für Thalia könnte sich das Management auf die Suche nach einem Käufer machen. FAZ

Glossybox: Charles von Abercron, Gründer und CEO des Beauty-Abo-Dienstes Glossybox, ist als „Leader of the Year“ in der Kategorie Marketing beim InnoCos Summit 2014 in Rom ausgezeichnet worden.


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Xing: Das Business-Netzwerk Xing kauft die Lebenslauf-Plattform von Seriengründer Thomas Bachem (Sevenload). Für Xing-Mitglieder ist die Nutzung des Features, das Jobsuchenden hilft, einen PDF-Lebenslauf zu erstellen und dabei auch auf Xing-Daten zurückgreift, kostenlos. Xing

Kreddible: Liquid Labs, ein Geschäftsideengenerator der Otto Group, wollte über das Kredit-Startup Kreddible vor allem Powersellern bei eBay und Amazon Kredite bis zu 10.000 Euro andienen, wenn es um die Warenfinanzierung geht. Jetzt wurde das Projekt, ebenso wie die Rechnungsplattform Reskribe, eingestellt. Deutsche Startups

Digitale Welt:

Zappos: Der US-Schuhhändler will in diesem Jahr 450 neue Mitarbeiter einstellen. Ein Job-Angebot gibt es aber nur für jene, die auch Mitglied der neu geschaffenen Community Zappos Insiders sind. Stellenanzeigen wil Zappos nur noch dort veröffentlichen. WSJ

Spartoo: Der französische Online-Händler Spartoo.com hat seine Plattform um einen Marktplatz erweitert. Händler können dort Schuhe und Modeartikel europaweit vertreiben. Das Konzept erinnert an das Marktplatz-Modell bei Zalando. ShoeBiz

Digitale Praxis:

Service: Konversionskraft schildert unterhaltsam eine lange Odyssee durch die Weiten des Kundenservice deutscher Onlineshops und kann trotz allem Unbill der Erfahrung auch ein paar versöhnliche Töne abgewinnen.


Digitales Wissen:


Facebook: Das Netzwerk will mehr lokale Informationen bieten und hat daher mit SinglePlatform ein Feature geschaffen, mit dem Restaurants Speisekarten und weitere Informationen direkt hochladen können. Mediapost


Digitale Trends & Fakten:


Grafik des Tages:
10 Präsentationen zur Zukunft des Omnichannel hat Shopify zusammengestellt. Klickstoff fürs lange Wochenende.


Foto des Tages: Schildkröte Leo hatte sich in einem Retourenpaket von Zalando auf die Reise gemacht. Der Kundenservice von Zalando konnte Leo aber wohlbehalten der Besitzerin zurückgeben. Zalando-Blog


Lesetipp des Tages: "Warum die Verbundgruppe Aetka online auf eBay-Shops setzt". Location Insider


Beliebtester Beitrag am Vortag: Verwaiste Warenkörbe: Die wichtigsten Conversion-Killer in der Übersicht

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Geschrieben vonOlaf Kolbrück

Chefredakteur

Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.

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