Amazon könnte mit Frische-Angebot "Sturm" entfachen

Amazon könnte mit Frische-Angebot "Sturm" entfachen

Für Rewe-Chef Alain Caparros ist es nicht die Frage, ob Amazon in Deutschland ins Geschäft mit Lebensmitteln einsteigt - sondern nur, wann der Onlinehändler von der Testphase in die Flächenabdeckung geht.

MSMarion SchalkRedakteurin
2 Min.· Aktualisiert am
Teilen
"Für Amazon ist Deutschland der zweitwichtigste Markt der Welt. Wer glaubt, dass dieses Unternehmen hierzulande nur mal so testet, was geht oder nicht geht, ist naiv." Ein Vorstoß der Internet-Größe ins Geschäft mit Lebensmitteln werde zu einer "Verschärfung des Verdrängungswettbewerbs führen".

Amazon dürfte ab Herbst loslegen

In der Branche wird seit geraumer Zeit erwartet, dass der Online-Einzelhändler hierzulande mit einem Angebot mit frischen Lebensmitteln an den Start gehen wird. Kürzlich berichtete das "Managermagazin", Amazon werde voraussichtlich ab Herbst mit 15 Partnern sein Angebot Amazon Fresh mit frischen Lebensmitteln wie Fleisch und Gemüse zunächst in Berlin starten.

Amazon selbst bestätigte die Pläne nicht offiziell. Für den Lebensmittelhandel sei es "höchste Zeit, über den Tellerrand der eigenen Branche hinauszublicken und weiter zu denken, wohin uns die Digitalisierung treibt", schreibt Caparros.

Rewe gilt als einer der Vorreiter im digitalen Lebensmitteleinzelhandel. Die Rewe Group hat in den vergangenen fünf Jahren fast 8 Milliarden Euro investiert, zunehmend auch in die Digitalisierung; darüber hinaus hat das Unternehmen 500 neue Mitarbeiter eingestellt, "vorwiegend sogenannte Digital Natives", die in typischer Start-up-Manier in ehemaligen Fabrikhallen an neuen Ideen für die Rewe Group bastelten, erzählte Caparros vor wenigen Wochen auf dem Mittelstandsgipfel Peak, eine Veranstaltung des Mittelstandsverbundes.

Die LEH-Sparte der Rewe Group bietet bereits online und über eine Smartphone-App einen Lieferdienst auch für frische Lebensmittel an.

Teilen
MS
Geschrieben vonMarion Schalk

Redakteurin

Marion Schalk, 37, ist Redakteurin bei Der Handel und etailment.de. Sie schreibt hauptsächlich über den Handel und das liebe Geld: Finanzierung, Payment, Geldanlage, Investionen, Unternehmensnachfolge. Regelmäßig berichtet sie auch über große und kleine Handelsunternehmen und deren Weg in die digitale Zukunft. Als leidenschaftliche Online-Shopperin kennt sie die kleinen und großen Fallstricke von Multi- oder Omnichannel-Konzepten - und weiß um den wichtigsten Aspekt: Der Kunde! Marion Schalk kam von WSJ.de: als Mitglied des Gründungsteams das digitale Wall Street Journal Deutschland auf den Weg gebracht. Davor war sie Redakteurin in der Wirtschaftsredaktion von T-Online, in den Anfangsjahren ihres Berufslebens arbeitete sie als PR-Beraterin bei Publicis und in der Pressestelle von T-Online International. Sie studierte Politikwissenschaft und Germanistik und schloss ihr Master Degree mit Auszeichnung ab. Sie finden die Autorin bei Twitter unter dem Namen @mschlk, bei LinkedIn und Xing. Telefon Nr. +069 7595 1695 E-Mail: schalk@derhandel.de

Alle Beiträge
Morning Briefing

Alles, was heute zählt — jeden Morgen in Ihrem Postfach.

Das Morning Briefing kuratiert die wichtigsten News aus E-Commerce und Handel. Kompakt, einordnend, werktäglich ab 7 Uhr.

  • 10.800+ Abonnenten
  • Werktäglich ab 7 Uhr
  • Jederzeit abbestellbar

Mit der Anmeldung stimmen Sie unserer Datenschutzerklärung zu. Abmeldung jederzeit möglich.