
Amazon Produktanzeigen: Die Rampe in den eigenen Shop
In den USA bietet Amazon schon seit einigen Jahren Amazon Product Ads. Mit den Anzeigen können Verkäufer ihre Produkte von externen Webseiten auf Amazon.de anbieten und so Neukunden für den eigenen Onlineshop gewinnen. Nach ersten Tests hierzulande folgt nun der nationale Roll-out der Amazon Produktanzeigen in Deutschland. Derzeit lockt Amazon mit einem Anmeldebonus.
Klar aber sollte sein: Die Bestellabwicklung liegt dann nicht bei Amazon, sondern der Kunde bestellt direkt im Onlineshop des Händlers.
Die Produktanzeigen sind bei den Suchergebnissen, auf den Produktdetailseiten als auch bei den Produktempfehlungen zu finden und deutlich als Angebote externer Verkäufer gekennzeichnet. „Erhältlich auf externen Website“ lautet der Hinweis, der Button ziert sich mit dem Satz „Diese externe Website besuchen“.
Die Werbeanzeigen werden von Amazon gestaltet und zielgerichtet platziert. Das Preismodell setzt auf eine klickbasierte Abrechnung (Cost per click), das den Preis und die Kategorie des beworbenen Produkts berücksichtigt. Es kann auch ein Tagesbudget angesetzt werden. Conversion Rates und Klickpreise bewegen sich auf dem Niveau von Google Adwords. Zum Start lockt Amazon mit einem Anmeldebonus von 60 Euro.
Gegenwärtig können auf diese Art Produkte in den Sortimenten Baby, Computer, Elektronik, Lebensmittel und Feinkost, Baumarkt, Haushalt und Garten, Musikinstrumente, Bürobedarf und Schreibwaren sowie Spielzeug beworben werden.
Sinnvoll ist das vor allem für Produkte, die so noch nicht bei Amazon angeboten werden oder auf dem Marketplace abgelehnt wurden.
Die Einrichtung der Produktanzeigen ist relativ simpel. Um Werbeanzeigen zu erstellen, müssen Händler die folgenden Informationen liefern: Produkttyp, Link, SKU, Titel, Preis, Bild, UPC-/EAN-Codes, Produktbeschreibung. Für jedes Produkt kann man bis zu fünf Keywords ergänzen.
Ein möglicher Haken: Händlern, die Amazon sowieso unter Generalverdacht stellen, die Verkaufsergebnisse der Verkäufer auszunutzen, dürfte es nicht schmecken, dass sie für die Produktanzeigen alle relevanten Produktinformationen in ihr Produktanzeigenkonto hochladen müssen und Amazon den Weg des Kunden noch genauer verfolgen kann.
Chefredakteur
Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.
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