Kundin untersucht im Supermarkt kritisch die Verpackung eines Produkts auf Nachhaltigkeit
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Wie Unternehmen nachhaltigen Konsum fördern

„Nachhaltigkeit“ ist mittlerweile Bestandteil von sämtlichen Kommunikationsmaßnahmen in Unternehmen. Doch Konsumenten sind skeptisch. Zu oft wurde der Begriff als Buzzword genutzt. Wie stehen Konsumenten also zum Thema? Und wie können Unternehmen den Konsum von umweltfreundlichen Produkten und Dienstleistungen fördern?

Thomas RehmThomas RehmRedakteur
3 Min.· Aktualisiert am
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Nachhaltigkeit ist im Bewusstsein von Konsumenten verankert. Laut einer von Alibaba Group in Auftrag gegebenen Umfrage möchten 73 Prozent der rund 14.000 Befragten aus 14 Märkten nachhaltiger leben.

Die Umfrage hat drei Faktoren identifiziert, die umweltschonenden Konsum bremsen:

  • Nachhaltige Produkte und Dienstleistungen sind oft teurer als vergleichbare Alternativen.
  • Kunden fehlt es an Informationen, was Produkte und Dienstleistungen umweltfreundlich macht.
  • Kunden haben wenig Vertrauen in Nachhaltigkeits-Claims von Unternehmen.


Der Kostenfaktor
Ein Grund, warum Kunden zu weniger umweltschonenden Produkten greifen, sind die Kosten. Nachhaltige Produkte und Dienstleistungen sind oft teurer als herkömmliche Alternativen. Hier spielt Transparenz eine Rolle: 38 Prozent der Befragten denken, dass Unternehmen Nachhaltigkeit als Vorwand nutzen, um Produkte teurer zu verkaufen. Viele Einkäufer halten umweltfreundlichen Konsum deshalb nicht für rentabel und entscheiden sich bewusst dagegen.

Mehr Informationen, weniger Aufwand
Heutzutage sind wir es gewohnt, dass alle relevanten Informationen mit wenigen Klicks erreichbar sind. Wenn es um Informationen zu Nachhaltigkeit geht, ist oft das Gegenteil der Fall. So wünschen sich 76 Prozent der Befragten mehr Informationen darüber, was ein Produkt nachhaltig macht. Diese Details werden jedoch nur selten von Herstellern zur Verfügung gestellt. Für Kunden bedeutet das einen deutlichen Rechercheaufwand vor dem Kauf – ein Aufwand, den sich viele lieber sparen.


E
s fehlt an Vertrauen
Zudem sind Konsumenten skeptisch. Oft genug stellten sich vermeintlich nachhaltige Initiativen von Unternehmen im Nachhinein als Greenwashing heraus. Die Umfrage bestätigt, dass nur 15 Prozent der Befragten volles Vertrauen in die Aussagen zu Umweltaspekten von Unternehmen haben. Besonders groß ist die Skepsis in Europa. In Deutschland und Großbritannien geben 30 Prozent der Befragten an, Unternehmen gar nicht zu vertrauen, in Spanien und Frankreich sind es sogar 31 Prozent. Um nachhaltigen Konsum anzukurbeln, müssen Unternehmen also zunächst das Vertrauen von Einkäufern gewinnen und Transparenz schaffen.

Das können Unternehmen tun
Unternehmen können auf viele Arten Einfluss auf das Konsumverhalten ihrer Kunden nehmen. Ein größeres Portfolio an umweltfreundlichen Produkten und Dienstleistungen beschert Kunden mehr Auswahlmöglichkeiten. Wenn diese Produkte zusätzlich zu fairen und erschwinglichen Preisen angeboten werden, schaffen Unternehmen Anreize für nachhaltigeren Konsum. Auch der Verzicht auf Single-use-Plastik und überflüssige Verpackung hat positive Auswirkungen.

Am wichtigsten ist jedoch, dass Unternehmen transparent kommunizieren, wie Produkte hergestellt und welche Materialien verarbeitet werden und wo die Produkte herkommen. Unternehmen sollten keine Versprechen geben, die sie nicht halten können, und erzielte Erfolge immer mit Daten belegen. Nur so können Unternehmen langfristig Vertrauen aufbauen.

Nachhaltigkeit im Alibaba-Ökosystem
Alibaba Group ist bestrebt, nachhaltige Entwicklungen im Alibaba-Ökosystem voranzutreiben und hat Ende Juli seinen neuesten Umwelt-, Sozial- und Governance-Bericht (ESG) veröffentlicht, in dem das Unternehmen zum ersten Mal seine Fortschritte bei der Dekarbonisierung nach Scope 3+ offenlegt. Das Konzept wurde 2021 vorgestellt und umspannt das gesamte Ökosystem. Alibaba möchte seinen Kunden weltweit nachhaltige Auswahlmöglichkeiten bieten und dabei gleichzeitig Lieferketten optimieren. Das gilt nicht nur für die B2C-Plattformen. Auch Alibaba.com, einer der führenden globalen B2B-Online-Marktplätze, der auch auf der diesjährigen IFA vertreten sein wird, unterstützt Unternehmen jeder Größe dabei, ihre Beschaffung nachhaltiger zu gestalten.

Methodik
„The Sustainability Trends Report 2023" wurde von Yonder Consulting im Frühjahr 2023 auf Basis einer Online-Umfrage unter 14.125 Konsumenten aus vierzehn Märkten in Asien, Europa und dem Nahen Osten erstellt. Weitere Informationen zum Bericht finden Sie auf Alibabas Coporate Blog Alizila.

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Thomas Rehm
Geschrieben vonThomas Rehm

Redakteur

Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.

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