Die meisten ehemaligen Beschäftigten von Schlecker suchen noch neue Jobs. Das Problem: Die frühere Drogeriekette zahlte gut. Und das Personal kennt sich mit moderner Technik nicht aus.
Die Denkfabrik der Bundesagentur für Arbeit beruft sich auf eine Befragung von 41 Fach- und Führungskräften bei Arbeitsagenturen.
Die früheren Schlecker-Mitarbeiter hätten sich auf gesetzliche Regelungen berufen, die Betroffenen zumindest in den ersten Monaten die Ablehnung unzumutbarer Stellen erlaubt.
Keine Kenntnisse über moderne Technik
Wegen der Schlecker-Insolvenz hatten im vergangenen Jahr rund 27.000 Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz verloren. 23.300 von ihnen hatten sich danach arbeitslos gemeldet. Ihre Vermittlung sei auch deswegen schwierig gewesen, weil viele Schlecker-Frauen ungelernte Kräfte gewesen seien, erläuterte das IAB.
Zudem hätten sie bei der früheren Drogeriemarktkette mit einem veralteten Kassen- und EDV-System gearbeitet. Viele mussten daher erst einmal in Kursen mit moderner EDV-Technik vertraut gemacht werden, bevor sie auf neue Stellen hätten vermittelt werden können. Inzwischen habe rund die Hälfte der Schlecker-Arbeitslosen wieder eine neue Stelle gefunden oder sich selbstständig gemacht.

Redakteur
David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.
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