ASP-Modell mit nachhaltigem Markterfolg

ASP-Modell mit nachhaltigem Markterfolg

Trotz Marktunsicherheit, schwachem konjunkturellen Umfeld und deutlichen IT-Einsparungen hat sich der bisher erwartete Einsatzgrad von ASP (15% geplante Nutzung) branchenübergreifend auf 18% im Gesamtmarkt erhöht.

Björn BöerBjörn BöerChefredakteur
3 Min.· Aktualisiert am
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Das von der Kasseler TechConsult GmbH für das ASP-Konsortium durchgeführte Marktbarometer kommt zu dem Ergebnis, dass der bisher erwartete Einsatzgrad von ASP (15% geplante Nutzung) sich branchenübergreifend trotz Marktunsicherheit, schwachem konjunkturellen Umfeld und deutlichen IT-Einsparungen auf 18% im Gesamtmarkt erhöht. Dabei geht TechConsult davon aus, dass beim Nutzungs- und Planungsgrad von Unternehmen, denen die ASP-Thematik bekannt ist, von einer Verdopplung der Nutzung von ASP-Angeboten von derzeit 9% auf nahezu 18% innerhalb der nächsten drei Jahre ausgegangen werden kann. Der stärkste Zuwachs von Unternehmen, die ASP-Dienstleistungen nutzen, soll im Jahr 2003 zu Buche schlagen.

In einer branchenspezifischen Betrachtung erweist sich die Telekommunikationsbranche als "Early Adopter". Dort sind die Entscheider über Sicherheit, Performance und Kosteneinsparpotenziale weitaus besser informiert als in anderen Branchen. Dadurch soll auch der Einsatzgrad bei den Telekommunikationsfirmen im nächsten Jahr überdurchschnittlich mit 5% und auch kurzfristiger als in anderen Branchen steigen. Aktuell nutzen bereits 30% der Telekommunikationsfirmen, denen das ASP-Modell bekannt ist, regelmäßig ASP-Dienstleistungen.

In der Öffentlichen Verwaltung geht die Studie von einem aktuellen Einsatz- und Planungsgrad von 6% auf zukünftig 15% aus. Die Treiber dieser hohen ASP-Affinität sieht TechConsult in den generellen Outsourcing- und Kostenreduktionsinitiativen von Regierungen und Verwaltungsmanagement, die eine Verschlankung und im IT-Bereich verstärkt den Einkauf externer Kompetenz präferieren.

ASP in Industrie und Dienstleistung entwickelt sich laut Studie nahezu analog zum Branchentrend. So soll der Einsatz und Planungsgrad in der Industrie von derzeit 11% auf zukünftig 20% steigen, während bei der ASP-Nutzung der Dienstleister von derzeit 7% auf 18% im Jahr 2003 ausgegangen wird.

Im Größenklassenvergleich sind es nach Ansicht von TechConsult die mittelständischen Unternehmen mit 100 bis 499 Mitarbeitern, die ASP-Angebote in einem nennenswerten Umfang (Einsatz- und Planungsgrad) nutzen. Auch hier sind die Triebfedern Einsparungen von Kosten und Ressourcen sowie die Konzentration auf das Kerngeschäft.

Eine weitere Studie, die vom ASP-Konsortium bei SevenOne Media in Auftrag gegeben wurde, unterstreicht ebenfalls die positiven Prognosen für ASP - diesmal mit aktuellem Zahlenmaterial hinsichtlich Marktvolumen und der zu erwartenden Umsätze. Laut SevenOne Media beziffert IDC die jährliche Wachstumsrate für den weltweiten ASP-Markt mit 89% (West-Europa: 128%). Im Jahre 2000 betrugen die Einnahmen von ASP-Unternehmen nach Angaben der Marktforscher 986 Mio. US-Dollar (West-Europa: 93 Mio. US-Dollar), bis zum Jahre 2005 sollen diese sich auf 24 Mrd. US-Dollar (West-Europa: 5,7 Mrd. US-Dollar) steigern. Dataquest geht von einem europäischen ASP-Marktvolumen von 6 Mrd. US-Dollar in 2003, Mummert & Partner von einem europäischen Gesamtmarkt von 1,5 Mrd. US-Dollar in 2004 aus.

Die Studien können beim ASP-Konsortium unentgeltlich angefordert werden. (ST)


HINTERGRUND:

Das ASP-Konsortium fördert gemäß Satzung die Einführung des Application Service Provider (ASP)-Modells im deutschsprachigen Raum und den angrenzenden europäischen Ländern. Es will ein unabhängiges Forum zum Informations- und Erfahrungsaustausch zwischen den Verbandsmitgliedern und außenstehenden Dritten über neue technische Entwicklungen und Anwendungsmöglichkeiten im ASP-Bereich bieten.


KONTAKT:

ASP-Konsortium e.V.
Am Söldnermoos 17
85399 Hallbergmoos
Tel. 0811-9986330
Fax 0811-9986340
Internet: www.asp-konsortium.de

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Björn Böer
Geschrieben vonBjörn Böer

Chefredakteur

Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.

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