
Azria fordert Preisnachlässe von Karstadt-Lieferanten
Der Modeunternehmer und Partner von Karstadt-Bieter Berggruen, Max Azria, fordert von den Lieferanten Preiszugeständnisse. Er will sich zudem am Unternehmen beteiligen.
Björn BöerChefredakteurAzria gab sich für die Zukunft von Karstadt optimistisch. Würden die Mieten gesenkt, schätzt er die Überlebenschancen für den Einzelhändler auf mehr als 90 Prozent.
Der Modeunternehmer kündigte zudem mehr "Klarheit im Sortiment" bei Karstadt an. So plane er ein Shop-in-Shop-Konzept, bei dem kleine Bereiche für bestimmte Warenangebote geschaffen werden.
Junge Mode für die 40-Jährigen
Einzelne Segmente wie Sport hält der Unternehmer für hervorragend positioniert, während bei Schuhen "eine Revolution" nötig sei. Bis zu 35 Prozent des Produktangebots wolle er verändern.
Ziel sei es, "Karstadt auf die Höhe der Zeit" zu bringen. "Wir müssen die 35- bis 40-Jährigen ansprechen", sagte der französisch-amerikanische Einzelhandelsexperte.
Entlassungen und Filialschließungen schlossen Azria wie auch Berggruen aus. Azria betreibt weltweit etwa 1.000 Modeläden, mit denen er einen Umsatz von etwa 2 Milliarden US-Dollar erwirtschaftet.
In Deutschland ist der Unternehmer bislang erst mit zehn Geschäften der Marke Donaldson vertreten, die er vor knapp einem Jahr übernommen hatte.

Chefredakteur
Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.
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