Baresta: Der Pure Player lässt die Kasse auch offline klingeln

Baresta: Der Pure Player lässt die Kasse auch offline klingeln

Baresta, Premiumanbieter für Espressomaschinen, gehört zu jenen Online-Anbietern, die mit Showrooms nicht nur das Einkaufserlebnis abrunden, sondern so auch zusätzlich Umsätze generieren. Dabei achtete der einstige Pure Player noch vor dem Start der ersten Stores auf eine umfassende Multichannel-Aufstellung. Das erleichterte die spätere Umsetzung.

OKOlaf KolbrückChefredakteur
3 Min.· Aktualisiert am
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Die heutige Verknüpfung von Prozessen und Schnittstellen beschreibt Martin Gläser, Inhaber und Geschäftsführer von Baresta, schlicht in einem Satz „Es ist eins“. Anders gesagt: „Wir machen keinen Unterscheidung zwischen dem Onlinekunden und dem Kunden in der Offline-Welt. Wir begreifen den Verbraucher als Wandler in vielen Welten.“

Schon der Start des Onlineshops wurde vor dem Hintergrund in die Wege geleitet, später auch weitere Standbeine in der Kohlenstoffwelt zu etablieren. Von vornherein wurde deshalb darauf geachtet, Daten von Händlern und Kunden sauber einzupflegen. Das machte dem Pure Player die Erweiterung streckenweise leichter. „Wir hatten keine Probleme mit den Schnittstellen“, sagt Gläser.

Dazu gehörte bei der Umsetzung aber auch, alle Eventualitäten vom Kunden her und nicht vom Unternehmen her zu denken. Kaffeeliebhaber können das Sortiment in den Showrooms mit bis zu 400 qm Fläche somit nicht nur testen, sondern Online-Bestellungen auch abholen, oder dort über den Web-Account in Auftrag geben.

Geholfen haben bei der Umsetzung die E-Commerce Spezialisten von e-matters in Hamburg, die den neuen Auftritt des Online-Shops unter www.baresta.com Ende 2014 auf Basis der neusten Version 5 der eCommerce Suite von e-matters umgesetzt haben. „Mit dem eWarehouse von e-matters können wir Click & Collect koordinieren und mehrere Lager steuern“, sagt Gläser. Damit bei der Warenverfügbarkeit nichts schief geht, erfolgt die Bestandsabfrage in Echtzeit.

Nicht nur das gehört für Baresta zum Multichannel. Das Personal vor Ort hat direkten Zugriff zum Kundenaccount und kann den Kunden entsprechend seines Profils und Geschmacks beraten. Die Kassenoberfläche greift dabei ebenso wie der Online-Shop auf die eCommerce Suite zurück. Selbst dabei im Beratungsgespräche anfallende Daten lassen sich wieder in das System einspeisen, um das Modell insgesamt zu optimieren und beispielsweise Rückschlüsse für Produkte und Marketing zu ziehen.

Dazu gibt es online auch reichlich informativen Content: 360-Grad-Ansichten zu den Produkten, Checklisten für den perfekten Espresso, ein selbstlernendes FAQ-Modul kann mit Erkenntnissen aus dem Kundenservice angereichert werden. „Wir wollen den Kunden nicht nur erstklassige Produkte, sondern auch besten Service aus einer Hand bieten“, sagt Gläser. Den dürften die Kunden aber bei den durchaus hochpreisigen Produkten auch erwarten.

Das System von e-matters muss aber nicht nur mit Blick auf die Multichannel-Kassenoberfläche am Point of Sale eine erhebliche Flexibilität mitbringen.

Bei Baresta decken sich nicht nur Konsumenten, sondern auch Großkunden ein. Zudem ist der Shop international ausgerichtet, liefert in rund zwei Dutzend Länder. Steuerliche Details und innereuropäische Wirrnisse (bspw. Kaffeesteuer in Deutschland, keine Kaffeesteuer in Österreich) erledigt deshalb die modular aufgebaute Software.

Dabei wird dem System so einiges abverlangt: Beispielsweise können Kunden aus der Schweiz im Onlineshop bestellen, und dann die Ware im Showroom im grenznahen Bregenz (Österreich) abholen. Ganz ohne Zusatzkosten. Baresta erstellt auch die entsprechende Ausfuhrerklärung für die Mwst-Rückerstattung. Auch da wurde Multichannel ganz vom Kunden her gedacht.

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Geschrieben vonOlaf Kolbrück

Chefredakteur

Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.

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