Barnes & Noble kommt nach Deutschland

Barnes & Noble kommt nach Deutschland

Der US-Marktführer im stationären Buchhandel Barnes & Noble hat in Berlin eine Niederlassung gegründet. Damit dürfte sich der Wettbewerb im E-Book-Markt hierzulande weiter verschärfen.

Björn BöerBjörn BöerChefredakteur
2 Min.· Aktualisiert am
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Barnes & Noble verfolge das Ziel, mit seinem Lesegerät Nook auf dem wichtigen deutschen E-Book-Markt Fuß zu fassen, berichtete am Donnerstag das Fachmagazin "buchreport". Im vergangenen Jahr machten E-Books erst ein Prozent des Verlagsgeschäfts in Deutschland aus - verglichen mit mehr als sechs Prozent in den USA.

Mächtige Wettbewerber von Barnes & Noble sind der Onlinehändler Amazon mit seiner Kindle-Plattform und Apple mit seinem iBooks-Shop. In Deutschland sind bereits etliche Unternehmen wie libri.de, Thalia oder txtr im E-Book-Markt unterwegs.

Europa holt bei E-Books schnell auf

Erst am Mittwoch kündigte Amazon die Einführung neuer Lesegeräte seiner Kindle-Serie in Deutschland an. "Europa holt bei der Verbreitung digitaler Bücher schnell zum US-Markt auf", sagte Amazons europäischer Manager für Kindle-Inhalte, Gordon Willoughby.

Im Unterschied zu Amazon und Apple verkörpert Barnes & Noble den traditionellen Buchhandel. Das Unternehmen wurde bereits 1873 als Buchdruckerei gegründet. Das erste Buchhandelsgeschäft wurde 1917 in New York eingerichtet, wo Barnes & Noble seinen Sitz hat.

Zuletzt geriet Barnes & Noble wirtschaftlich unter Druck: Der Umsatz in den mehr als 700 Filialen in den USA ging zurück, der Aktienkurs halbierte sich und der Verwaltungsrat suchte einen Käufer. Inzwischen hat Barnes & Noble angekündigt, seine Nook-Plattform auch international zu vermarkten. In der vergangenen Woche warb das Unternehmen vor dem Expertenforum "Mobile Monday" in London für sein Lesegerät.

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Björn Böer
Geschrieben vonBjörn Böer

Chefredakteur

Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.

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