
Barnes & Noble kommt nach Deutschland
Der US-Marktführer im stationären Buchhandel Barnes & Noble hat in Berlin eine Niederlassung gegründet. Damit dürfte sich der Wettbewerb im E-Book-Markt hierzulande weiter verschärfen.
Björn BöerChefredakteurMächtige Wettbewerber von Barnes & Noble sind der Onlinehändler Amazon mit seiner Kindle-Plattform und Apple mit seinem iBooks-Shop. In Deutschland sind bereits etliche Unternehmen wie libri.de, Thalia oder txtr im E-Book-Markt unterwegs.
Europa holt bei E-Books schnell auf
Erst am Mittwoch kündigte Amazon die Einführung neuer Lesegeräte seiner Kindle-Serie in Deutschland an. "Europa holt bei der Verbreitung digitaler Bücher schnell zum US-Markt auf", sagte Amazons europäischer Manager für Kindle-Inhalte, Gordon Willoughby.
Im Unterschied zu Amazon und Apple verkörpert Barnes & Noble den traditionellen Buchhandel. Das Unternehmen wurde bereits 1873 als Buchdruckerei gegründet. Das erste Buchhandelsgeschäft wurde 1917 in New York eingerichtet, wo Barnes & Noble seinen Sitz hat.
Zuletzt geriet Barnes & Noble wirtschaftlich unter Druck: Der Umsatz in den mehr als 700 Filialen in den USA ging zurück, der Aktienkurs halbierte sich und der Verwaltungsrat suchte einen Käufer. Inzwischen hat Barnes & Noble angekündigt, seine Nook-Plattform auch international zu vermarkten. In der vergangenen Woche warb das Unternehmen vor dem Expertenforum "Mobile Monday" in London für sein Lesegerät.

Chefredakteur
Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.
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