
Beate Uhse sieht sich auf gutem Weg
Sex sells wieder bei Beate Uhse: Nach einer längeren Durststrecke machte der Erotikkonzern im 1. Halbjahr Gewinn und sieht sich gut gerüstet für einen neuen Expansions-Anlauf im Jahr 2014.
"Zufriedenstellende Entwicklung" der Vertriebssparten
Die Geschäftsbereiche Versandhandel, Großhandel und Entertainment schrieben in den ersten sechs Monaten demzufolge wieder schwarze Zahlen; der Einzelhandel hingegen verfehlte den Turnaround knapp. "Neue Stores sollen 2012 das Umsatzwachstum anschieben", heißt es.
Auch den Schuldenstand verkleinert das Unternehmen: Zum 30.06.2012 habe sich das Kreditvolumen der Beate Uhse AG auf 23,7 Millionen Euro belaufen, das entspreche einer Reduzierung der Kreditverbindlichkeiten um 74 Prozent – oder 68 Millionen Euro – seit September 2006.
Im Jahr 2011 machte Beate Uhse noch einen Verlust von 8 Millionen Euro.
Der Konzern schloss unrentable Läden und verkleinerte innerhalb eines Jahres die Belegschaft um 22 Prozent auf 725 Mitarbeiter. Dem Erotikunternehmen machen unter anderem kostenlose Sexfilme im Internet zu schaffen, deshalb setzt der Händler verstärkt auf das Geschäft mit Sexspielzeug oder Wäsche. Für das laufende Jahr erwartet Beate Uhse schwarze Zahlen vor Steuern und Zinsen.
Redakteurin
Sybille Roemer kennt als Redakteurin der afz – allgemeine fleischer zeitung die Herausforderungen der Digitalisierung in Metzgerei und Einzelhandel. Der Autorin der Fachbücher "Praxisführer E-Commerce" und "Erfolgsfaktor Online-Handel" und Dozentin an der Philipps-Universität Marburg ist wichtig, stets die Kundenperspektive im Blick zu haben: Digitalisierung sollte kein Selbstzweck sein, sondern Vorteile für alle Beteiligten bringen.
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