Beate Uhse sieht sich auf gutem Weg

Beate Uhse sieht sich auf gutem Weg

Sex sells wieder bei Beate Uhse: Nach einer längeren Durststrecke machte der Erotikkonzern im 1. Halbjahr Gewinn und sieht sich gut gerüstet für einen neuen Expansions-Anlauf im Jahr 2014.

SRSybille RoemerRedakteurin
2 Min.· Aktualisiert am
Teilen
"Wir haben viel bewegen können. Jetzt greift die strategische Stärkung unserer Vertriebswege – unser Fundament ist stabil", ist Serge van der Hooft, CEO der Beate Uhse AG, überzeugt. "Wir haben eine solide Basis für die weitere Stabilisierung unserer Geschäfte und für die Expansion, die wir ab 2014 wieder anpacken wollen." Vor dem Hintergrund der Halbjahresergebnisse und mit Blick auf das traditionell starke vierte Quartal bestätigt der Vorstand seine Prognose, das Jahr 2012 mit einem EBIT zwischen null und 2 Millionen Euro zu beenden.

"Zufriedenstellende Entwicklung" der Vertriebssparten

Die Geschäftsbereiche Versandhandel, Großhandel und Entertainment schrieben in den ersten sechs Monaten demzufolge wieder schwarze Zahlen; der Einzelhandel hingegen verfehlte den Turnaround knapp. "Neue Stores sollen 2012 das Umsatzwachstum anschieben", heißt es.

Auch den Schuldenstand verkleinert das Unternehmen: Zum 30.06.2012 habe sich das Kreditvolumen der Beate Uhse AG auf 23,7 Millionen Euro belaufen, das entspreche einer Reduzierung der Kreditverbindlichkeiten um 74 Prozent – oder 68 Millionen Euro – seit September 2006.

Im Jahr 2011 machte Beate Uhse noch einen Verlust von 8 Millionen Euro.
Der Konzern schloss unrentable Läden und verkleinerte innerhalb eines Jahres die Belegschaft um 22 Prozent auf 725 Mitarbeiter. Dem Erotikunternehmen machen unter anderem kostenlose Sexfilme im Internet zu schaffen, deshalb setzt der Händler verstärkt auf das Geschäft mit Sexspielzeug oder Wäsche. Für das laufende Jahr erwartet Beate Uhse schwarze Zahlen vor Steuern und Zinsen.

Teilen
SR
Geschrieben vonSybille Roemer

Redakteurin

Sybille Roemer kennt als Redakteurin der afz – allgemeine fleischer zeitung die Herausforderungen der Digitalisierung in Metzgerei und Einzelhandel. Der Autorin der Fachbücher "Praxisführer E-Commerce" und "Erfolgsfaktor Online-Handel" und Dozentin an der Philipps-Universität Marburg ist wichtig, stets die Kundenperspektive im Blick zu haben: Digitalisierung sollte kein Selbstzweck sein, sondern Vorteile für alle Beteiligten bringen.

Alle Beiträge
Morning Briefing

Alles, was heute zählt — jeden Morgen in Ihrem Postfach.

Das Morning Briefing kuratiert die wichtigsten News aus E-Commerce und Handel. Kompakt, einordnend, werktäglich ab 7 Uhr.

  • 10.800+ Abonnenten
  • Werktäglich ab 7 Uhr
  • Jederzeit abbestellbar

Mit der Anmeldung stimmen Sie unserer Datenschutzerklärung zu. Abmeldung jederzeit möglich.