Beauty-Apps: Schönheit per Augmented Reality in Echtzeit

Beauty-Apps: Schönheit per Augmented Reality in Echtzeit

Früher kam Schönheit ja von innen. Heute hilft digitale Technik. Im Laden und im Webshop. Natürlich auch mobil. Dafür genügt schon das Smartphone. Marken und Händler machen sich die hübschen Lösungen zu eigen.

OKOlaf KolbrückChefredakteur
2 Min.· Aktualisiert am
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ModiFace heißt ein Augmented-Reality-Startup, das visualisiert, wie Make-up auf dem eigenen Gesicht aussehen würde.

Dazureicht es aus, die Kamera des Smartphones als Spiegel zu nutzen oder ein Selfie aufzunehmen, um dann mit Hilfe verschiedener Paletten passenden Lippenstift, Lidschatten & Co zu testen. Abgeschminkt wird sich digital. Das kann man sogar im Web ausprobieren.
Marken wie Sephora, P&G und Unilever lassen es sich laut Techchrunch bis zu einer halbe Million Dollar pro Jahr kosten, um Feature von ModiFace in ihre App einzubauen. Der Durchbruch von ModiFace, das auch als eigenständige App eine Fülle von Marken im Portfolio hat, dauerte übrigens. Gegründet wurde das Startup schon 2007, machte aber erst im vergangenen Jahr so richtig Furore.

Was dabei gefällt: Die Lösung lässt sich auch mit Displays als Spieglein an der Wand oder als Schmink-Tablet im Laden umsetzen und ist nicht auf statische Bilder angewiesen. Den Test kann man also ebenso mit einem Live-Bewegtbild in Echtzeit machen. Das macht es lebensechter.

ModiFace Mirror from modiface on Vimeo.


Zu den härtesten Mitbewerber zählt unter anderem ImageMetrics, deren virtuelle Lösung unter anderem von L’Oreal eingesetzt wird. Deren App Makeup Genius hat beim Werberfestival in Cannes 2015 eine Goldmedaille geholt. Überzeugendes Detail: Mit der App kann die Kundin am Regal den Code auf der Packung von Lippenstift oder Lidschatten einscannen und exakt diesen Farbton dann direkt am Selfie überprüfen.Im Rennen um die Schönheit wirkt aber eine Lösung der Nobel-Marke Christian Dior deutlich wissenschaftlicher, wenn es darum geht den Beauty-Kundinnen eine individuelle Empfehlung mit auf den Weg zu geben. Schon der Name klingt nach Mehrwert: Dior Foundation Shade Analyzer.

Dahinter verbirgt sich ein Smartphone-ähnliches Gadget, dass den Hautton misst und dann die perfekte Nuance für das Make-up empfiehlt. Vorteil gegenüber DIY-Lösungen ala ModiFace ist, dass gerade der unsichere Kundinnen im Zusammenspiel mit dem Berater passendere Lösungen angeboten werden können. Die Vielfalt der Töne und Teints beispielsweise bei ModiFace kann einen schon erschlagen.
Aber das sage ich auch als Mann.

Und wenn Sie glauben, all das wäre nur was für Frauen, belehrt allein ModiFace schon eines Besseres. ModiFace bietet auch eine Reihe von Apps für spezielle Bedürfnisse. Frisuren - natürlich. Aber auch einen virtuellen Spiegel für die nächste Zahnbehandlung.


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Geschrieben vonOlaf Kolbrück

Chefredakteur

Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.

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