
Bei Hertie beginnt der Ausverkauf
Keine Hoffnung mehr für Hertie: Die 54 Filialen der insolventen Kaufhauskette starten den Ausverkauf und schließen voraussichtlich Ende Juli.
Björn BöerChefredakteurKommunen ohne Hoffnung
Aus der Sicht der Kommunen mit Hertie-Häusern besteht damit keine Hoffnung mehr. "Es wird keine Gesamtlösung für Hertie geben", sagte der Rendsburger Bürgermeister und Sprecher der Hertie-Initiative in Schleswig-Holstein, Andreas Breitner (SPD).
Zu dem für Freitag geplanten Hertie-Gipfel, den die Bürgermeister angeschoben hatten, fahre er "ohne jede Hoffnung auf eine Gesamtlösung". Ein potenzieller Investor müsse nach dem Willen des Immobilieneigentümers ausstehende Mieten in dreistelliger Millionenhöhe aufbringen. Dazu sei aber niemand bereit.
Hertie hatte im Juli 2008 Insolvenz angemeldet. Im Mai dieses Jahres erklärte Insolvenzverwalter Biner Bähr alle Rettungsversuche für gescheitert. Für die insgesamt rund 2.600 Mitarbeiter laufen Sozialplanverhandlungen.

Chefredakteur
Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.
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