
Besucherzahlen bei IKEA rückläufig
Das schwedische Möbelhaus trotzt der Krise: Zwar finden weniger Kunden den Weg in die Märkte, aber der Durchschnittsbon steigt um zwei Euro.
Auch Ikea spürt die Kaufzurückhaltung
Die Kaufzurückhaltung ging aber auch an Ikea Deutschland nicht spurlos vorbei: Im Geschäftsjahr 2008, das am 31. August endete, besuchten rund 100 Millionen Menschen eines der insgesamt 43 Ikea-Einrichtungsghäuser, etwa zwei Prozent weniger als im Jahr zuvor. Auch die Zahl der Kunden ging leicht um 1,3 Prozent auf 46,1 Millionen zurück. Gleichwohl stieg der Umsatz um 3,1 Prozent auf 3,3 Milliarden Euro: Der Durchschnittsbon stieg um zwei Euro von knapp 66 auf rund 68 Euro.
Der Restaurantbetrieb hat mit rund 172 Millionen Euro einen Anteil am Gesamtumsatz von rund fünf Prozent; der Online-Handel legte um knapp 14 Prozent zu: Ohne die genaue Umsatzsumme zu nennen schätzt die Ikea-Chefin den Anteil am Gesamtumsatz auf rund zwei bis drei Prozent. Als Prognose für das Geschäftsjahr gab Hesser an, dass der Gesamtumsatz von Ikea Deutschland „mindestens stabil” bleiben soll, sie rechne auf keinen Fall mit einem Minus.
Suche nach Standorten im Großraum Stuttgart und NRW
Was die weitere Expansion hier zu Lande angeht, ist die Ikea-Chefin noch auf der Suche nach passenden Standorten in der Region Stuttgart/Baden-Württemberg sowie in Nordrhein-Westfalen; in Planung befindet sich derzeit das vierte Einrichtungshaus in Berlin, das vermutlich im Herbst 2010 in Lichtenberg eröffnet werden kann. Kurz vor der Fertigstellung ist zudem ein zweiter Markt in Köln und ein Einrichtungshaus in Würzburg; die Eröffnungen sind im Frühjahr und Sommer 2009 geplant.
Trotz zwei neuer Märkte in Rostock und Oldenburg, die im Dezember 2007 eröffneten, ging die Zahl der Mitarbeiter bei Ikea Deutschland im Geschäftsjahr 2008 erstmals leicht um 55 Personen zurück; der Möbelhändler beschäftigte zum Stichtag 13.605 Menschen. „Auch wenn unsere Mitarbeiterzahl nicht mehr so stark wächst wie in den Jahren zuvor, ist diese Zahl doch stabil”, gab sich Hesser optimistisch.
Redakteurin
Sybille Roemer kennt als Redakteurin der afz – allgemeine fleischer zeitung die Herausforderungen der Digitalisierung in Metzgerei und Einzelhandel. Der Autorin der Fachbücher "Praxisführer E-Commerce" und "Erfolgsfaktor Online-Handel" und Dozentin an der Philipps-Universität Marburg ist wichtig, stets die Kundenperspektive im Blick zu haben: Digitalisierung sollte kein Selbstzweck sein, sondern Vorteile für alle Beteiligten bringen.
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