Biometrische Verfahren noch zu unsicher

Biometrische Verfahren noch zu unsicher

Biometrische Erkennungssysteme sollen die Verbrechensbekämpfung unterstützen oder die Geheimzahl von Bankkarten ersetzen. Doch die Technik produziert viele Fehler und ihr tatsächlicher Nutzen bleibt umstritten, berichtet das Computermagazin c't.

David WöllensteinDavid WöllensteinRedakteur
2 Min.· Aktualisiert am
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Wie c’t weiter schreibt, musste die Polizei in Florida ein Gesichtserkennungssystem mit einigen Dutzend Kameras nach zwei Monaten wieder abschalten. Statt Verbrecher aufzuspüren, habe es ausnahmslos Fehlalarme produziert. Ähnlich problematisch seien die Identifikationsmethoden per Fingerabdruck oder über die Struktur der Iris. Wichtige biometrische Verfahren bei der Zugangskontrolle wie Fingerabdruck, Iris-Scan oder Stimmerkennung kämpfen nach Informationen des Computermagazins mit beträchtlichen Schwankungen der Rohdaten: Selbst wenn die Daten von ein- und derselben Person stammen, kommt es beim Abgleich der aufgenommenen Prüfdaten mit den gespeicherten Mustern zu Fehlern. Dabei werde entweder ein Zugangsberechtigter zurückgewiesen oder ein Unbefugter durchgelassen.

Als weiterhin problematisch stuft c‘t auch den datenschutzrechtlichen Aspekt bei der Speicherung und Übertragung von Biometriedaten ein. Ein Austausch solcher Daten biete Ansatzpunkte für Verknüpfungen, mit denen Profile für Marketingzwecke entstehen könnten. "Der Bürger wird zum Objekt und ist Auswertungsinteressen ausgeliefert, von denen er weder Kenntnis erlangen noch sie beeinflussen kann", warnt c't-Experte Richard Sietmann.

Ein praktikabler und sicherer Masseneinsatz biometrischer Erkennungssysteme ist in den nächsten Jahren nicht zu erwarten, schreibt das Computermagazin. Auch die Banken würden von den bisherigen PIN-Nummern in absehbarer Zeit nicht auf unsichere Gesichtserkennungsmethoden an den Geldautomaten umstellen. (ST)

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David Wöllenstein
Geschrieben vonDavid Wöllenstein

Redakteur

David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.

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