Das Einkaufszentrum Centro in Oberhausen hat weitaus weniger Arbeitsplätze geschaffen als geplant, zeigt eine neue Studie.
Die Untersuchung zeigt zudem, dass sich die Arbeitsmarktlage in drei alteingessenen Oberhausener Stadtteilen seit der Eröffnung des Shopping-Centers 1996 deutlich verschlechterte.
Kritik an „Taschenspielertricks"
Nun wächst die Kritik an das Einkaufszentrum, das bereits seit der Planungsphase in der Region heftig umstritten ist.
„Das Centro konnte die Visionen und Hoffnungen vom Jobmotor nicht erfüllen", sagte Volker Wilke, Fraktionssprecher der Grünen. Der Landtagsabgeordnete Daniel Schranz (CDU) bezeichnete das Jobversprechen als ein „Taschenspielertrick", um das Bauvorhaben durchzusetzen.
„Jede Arbeitsstelle, die durch neue Einkaufszentren geschaffen wird, birgt die Gefahr, dass sie an anderer Stelle wegbricht", sagte Rainer Gallus, Geschäftsführer des Einzelhandelsverbands NRW, gegenüber der Neuen Ruhr Zeitung. „Das ist ein Nullsummenspiel."
Gallus spielt auf andere Einkaufszentren an, die in der Region gebaut wurden - etwa den Forum in Duisburg oder die Düsseldorf Acarden.
