
Datenpanne kommt Schlecker teuer zu stehen
Das Datenleck im Internet wird für Schlecker kostspielig: Tausende von Kunden nutzen die Einkaufsgutscheine, die der Drogeriebetreiber als Entschädigung ausgegeben hat.
Björn BöerChefredakteurAuch 7,1 Millionen E-Mail-Adressen von Newsletter-Kunden waren im Internet abrufbar.
Dienstleister beschuldigt
Die Daten lagen auf dem Server eines externen Dienstleisters mit Sitz in Bonn. Ein Mainzer Internet-Unternehmer hatte das Leck durch Zufall entdeckt und öffentlich gemacht.
Schlecker hat Anzeige gegen Unbekannt erstattet, die Bonner Staatsanwaltschaft ermittle deshalb. Schlecker vermutet, dass es zuvor einen "internen Angriff" auf den Server gegeben habe.
Hinweise auf eine Einzelperson mit "einschlägigen internen Kenntnissen" über den beauftragten Dienstleister hätten sich "weiter erhärtet", hieß es.
Bei dem Dienstleister habe man eine "Verbesserung der Sicherheitsstandards" veranlasst. Das gelte auch für den eigenen Onlineshop, teilte Schlecker mit.

Chefredakteur
Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.
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