
Der kleine Unterschied im Web
Männer kaufen im Internet anders ein als Frauen. Das betrifft auch die Zuverlässigkeit beim Bezahlen. Laut Studie „eCommerce 2008” des.
Thomas RehmRedakteurKäuferinnen erliegen häufiger verführerischen Angeboten im Internet als Männer: 50 Prozent der befragten Frauen gaben zu, auch einmal spontan „zuzuschlagen”, bei den Männern sind es nur 40,9 Prozent.
Männliche Kunden öfter im Netz
Männer liegen bei der Nutzung des Internets für Online-Shopping noch immer vor den Frauen: 79,6 Prozent der befragten Männer gaben an, schon einmal im Internet eingekauft zu haben, 70,9 Prozent waren es bei den Frauen.
Frauen sind jedoch auf den Vormarsch: Laut Studie „Distanzhandel in Deutschland” vom Bundesverband des Versandhandels (BVH) und TNS Infratest geben sie 2008 im gesamten Distanzhandel geschätzte 17,8 Milliarden Euro aus. Männer bestellen Waren für insgesamt 10,8 Milliarden Euro.
Elektroartikel für Männer, Bücher für Frauen
Im Warenkorb der Männer landen am häufigsten Elektroartikel: 78,1 Prozent der im Rahmen der Studie „eCommerce 2008” Befragten haben schon Artikel aus dieser Kategorie gekauft. Auf Platz zwei und drei folgen Bücher (77,8 Prozent) und CDs/DVDs (64,2 Prozent).
Frauen erwerben am liebsten Bücher (80,0 Prozent). Erst danach folgt Mode mit 75,9 Prozent, gefolgt von Veranstaltungstickets (66,9 Prozent).
Bei deutschen Männern ist das Zahlungsausfallrisiko höher als bei den Frauen. Das zeigen die Ergebnisse des neuen Pago Reports 2008.
Frauen haben die bessere Zahlungsmoral
Die Chargeback-Quote, also der Anteil zurückgebuchter Kreditkarten-Transaktionen nach Widerspruch des Karteninhabers, liegt bei männlichen Kunden mit 0,04 Prozent höher als bei weiblichen Käufern (0,02 Prozent).
Ein Unterschied im Geschlechterverhalten lässt sich auch beim gesamteuropäischen Vergleich der Warenkorbwerte ausmachen. Bei Männern gilt generell: Je höher der Warenkorbwert, desto höher auch die Chargeback-Quote. Bei Frauen dagegen liegt der Wert mit nur 0,09 Prozent bei der Warenkorbwertgruppe 10 bis 100 Euro am niedrigsten.
Das Zahlungsausfallrisiko im ELV liegt bei männlichen leicht höher als bei weiblichen Verbrauchern. Der Grund dafür ist beim deutlich höheren „männlichen" Wert in der Warenkorbwertgruppe zwischen 100 und 500 Euro zu finden.

Redakteur
Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.
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