
Deutsche beim Schuhkauf: Gerne mit Beratung, lieber etwas teurer
Dass Frauen mehr Schuhe besitzen, ist keine Überraschung. Dass sie aber etwas zurückhaltender einkaufen, schon. Deutschlands Schuhschränke sind voll.
Björn BöerChefredakteurMittelständische Händler mit Einbußen
Neben sehr günstigen Modellen seien zunehmend auch teure Modelle gefragt. "Offenbar hat sich die Sortimentsstruktur in den Ladengeschäften zugunsten der oberen Preislagen verschoben", meinte Wischnewski. Während Männer im vergangenen Jahr durchschnittlich 77,80 Euro für ein Paar Schuhe bezahlt haben, ließen sich Frauen die neuen Treter im Schnitt 66,10 Euro kosten. Für ein Paar Kinderschuhe gaben die Verbraucher im Durchschnitt 47,40 Euro aus.
Dabei suchten sie sich ihre neuen Schuhe immer öfter in den Filialen großer Ketten aus. Mittelständische Händler mussten dagegen Einbußen hinnehmen, berichtete Wischnewski. Größte deutsche Schuhkette ist mit Abstand das Essener Familienunternehmen Deichmann. Über zweistellige Wachstumsraten konnten sich im vergangenen Jahr jedoch vor allem die Online-Händler freuen, die ihren Marktanteil auf zwölf Prozent weiter steigern konnten.
Schwarz in Mode
Den wichtigsten neuen Trend für Schuhe in der kommenden Herbst- und Wintersaison 2014/2015 dürften die meisten Kunden allerdings schon im Schrank stehen haben. "Schwarz ist die neue Modefarbe", kündigte die Trendexpertin des Deutschen Schuhinstituts, Claudia Schulz, an.
Besonders Modemutige wagten sich im bevorstehenden Herbst und Winter an wattierte und gesteppte Modelle oder entschieden sich für goldene Schnallen, Pailletten oder Swarovski-Steine. Für mehr Bodenhaftung sollen Profilsohlen mit klobigem Aussehen und markanten Namen sorgen: En vogue seien beispielsweise "Panzer-, Felsblock-, Sägezahn- oder Haifisch-Sohlen", so Modeexpertin Schulz.
Uta Knapp, dpa

Chefredakteur
Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.
Alle Beiträge