Deutsche lesen immer lieber elektronisch

Deutsche lesen immer lieber elektronisch

Zwar ist das gute alte Buch weiterhin beliebt bei deutschen Kunden - trotzdem steigt auch hierzulande die Begeisterung für E-Books. Und der Versandbuchhandel profitiert stark vom Onlinegeschäft.

Björn BöerBjörn BöerChefredakteur
2 Min.· Aktualisiert am
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"Wir sind aber noch lange nicht auf dem Niveau der USA", erklärte sie. Dort hatte Großhändler Amazon im April erstmals mehr elektronische als gedruckte Bücher verkauft.

Der Geruch des gedruckten Buches

"Viele Leser hierzulande schätzen weiter die Haptik und den Geruch eines gedruckten Buches", erklärte Hofmeier. Auch Kataloge seien zum Bestellen weiter sehr beliebt. "Solche Händler sind im vergangenen Jahr auch gewachsen", sagte die Geschäftsführerin mit Blick auf die Umsätze, bei denen der traditionelle Versandbuchhandel um 4 Prozent auf 504 Millionen Euro zulegte.

Dennoch bleibe der Online-Handel der Umsatzmotor - dort sei nach einem Umsatzplus von 11 Prozent auf 919 Millionen Euro mit einem erneuten Plus im laufenden Jahr zu rechnen. Das habe auch damit zu tun, dass manch kleinerer Versandbuchhändler über die großen Verkaufsportale seinen Handel betreibt.

Sorge bereitet dem Verband der Trend, dass Anwaltskanzleien versuchten, Buchhändler wegen Urheberrechtsverstößen abzumahnen. "Wir hatten zuletzt mehrere Fälle, in denen statt des Verlags oder Autors eines Buches der Händler belangt wurde", sagte Hofmeier. In einem Fall habe der Verband vor dem Landgericht Hamburg einen Erfolg errungen. "Die Buchhändler wurden als wichtig für die öffentliche Meinungsbildung eingeschätzt. Wir hoffen, dass dieser Fall mögliche weitere Klagen verhindert", so die Juristin.

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Björn Böer
Geschrieben vonBjörn Böer

Chefredakteur

Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.

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