
Deutsche Manager in der Burnout-Falle
Zwei von drei deutschen Managern fühlen sich im Job ausgebrannt. Zudem verlieren die Führungskräfte zunehmend die Fähigkeit sich zu erholen, hat eine neue Studie ergeben.
Mehr Erholungsphasen
Nach Ansicht der Befragten, könnten Arbeitgeber einer Gefährdung ihrer Mitarbeiter durch "Burnout" vorbeugen. Vierzig Prozent der Manager halten hierfür mehr Erholungsphasen im Arbeitsumfeld für geeignet. Ob das tatsächlich hilft, darf aber bezweifelt werden. Denn die stark belasteten Mitarbeiter gaben an, kaum abschalten zu können und sich überwinden zu müssen, um vorhandene Angebote und Möglichkeiten der Erholung zu nutzen.
Auch wenn die Gesundheit unmittelbar in Gefahr ist: "Burnout" sei auf keinen Fall ein Grund für einen Jobwechsel, finden zwei Drittel der Manager. Lediglich sieben Prozent können sich vorstellen, ihr bisheriges berufliches Umfeld zu verlassen.
Lernen, sich zu erholen
"Die Antworten zeigen, wie tief viele Manager bereits in der Burnout-Falle stecken", kommentiert Detlef Hollmann, Projektmanager der Bertelsmann Stiftung, die Untersuchungsergebnisse.
"Langjährige Untersuchungen zeigen, dass steigende Belastungen die Erholungsfähigkeit von Menschen prinzipiell ungünstig beeinflussen. Sie müssen möglicherweise erst wieder lernen sich zu erholen. Deshalb sollten Mitarbeiter und Unternehmen präventiv Erholungsphasen in den täglichen Arbeitsablauf integrieren."
Zur Studie
An der Online-Befragung nahmen im ersten Halbjahr 2009 740 Manager teil, darunter 32 Vorstände und Aufsichtsräte, 148 Geschäftsführungs-mitglieder, 299 leitende Angestellte, 173 ohne Leitungsfunktion und 88 andere Mitarbeiter in Managementpositionen.
Redakteurin
Sybille Roemer kennt als Redakteurin der afz – allgemeine fleischer zeitung die Herausforderungen der Digitalisierung in Metzgerei und Einzelhandel. Der Autorin der Fachbücher "Praxisführer E-Commerce" und "Erfolgsfaktor Online-Handel" und Dozentin an der Philipps-Universität Marburg ist wichtig, stets die Kundenperspektive im Blick zu haben: Digitalisierung sollte kein Selbstzweck sein, sondern Vorteile für alle Beteiligten bringen.
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