
Deutsche schauen gerne fern
Der Markt für Unterhaltungselektronik wuchs 2008 um 1,7 Prozent. Erstmals wurden auch mehr als sieben Millionen Fernseher verkauft.
"Basis für die positive Marktentwicklung ist die Digitalisierung von Produkten, Inhalten und Übertragungswegen, die auch 2008 vorangetrieben wurde. Wie in den Vorjahren gehörten auch 2008 hoch auflösende, flache Fernsehgeräte und alle Geräte, die eine mobile Mediennutzung erlauben, zu den besonders nachgefragten Geräten", bilanzierte Hecker.
Sport belebt das Geschäft
Die Sportereignisse im vergangenen Jahr (Fußball-Europameisterschaft, Olympische Sommerspiele) hätten vor allem in den ersten neun Monaten für eine Geschäftsbelebung gesorgt. Nicht zuletzt habe auch das unerwartet erfolgreiche Weihnachtsgeschäft zum Gesamtwachstum beigetragen: "Die Finanzkrise hatte den Konsumenten in Deutschland Ende des Jahres noch nicht erreicht", sagte Hecker.
Größten Anteil am Erfolg hatten 2008 Fernseher mit LC- und Plasma-Display, die den Markt dominieren. Mobile Geräte für portable Navigation, digitale Audio- und Videoplayer, digitale Kameras, Notebooks und Spielekonsolen verzeichneten Absatz- und vielfach auch Umsatzsteigerungen, zum Teil im zweistelligen Bereich.
Beim Umsatz mit Fernsehgeräten entfielen 2008 in Deutschland 83 Prozent - 5,9 Millionen Stück - auf LCD-TVs und 14 Prozent (0,7 Millionen Stück) auf Plasma-TVs. Insgesamt wurden 2008 in Deutschland knapp 7,5 Millionen Fernsehgeräte verkauft, inklusive Projektions-TV, mobile TV-Empfänger und Röhrengeräte - ein Plus von 25 Prozent oder 1,5 Millionen Stück mehr als im Vorjahr.
Diese Stückzahlen stellen einen neuen Absatzrekord in Deutschland auf. Auch der Umsatz mit TV-Geräten ist 2008 mit 5,7 Milliarden Euro (+21 Prozent) auf bislang höchstem Niveau.
Redakteurin
Sybille Roemer kennt als Redakteurin der afz – allgemeine fleischer zeitung die Herausforderungen der Digitalisierung in Metzgerei und Einzelhandel. Der Autorin der Fachbücher "Praxisführer E-Commerce" und "Erfolgsfaktor Online-Handel" und Dozentin an der Philipps-Universität Marburg ist wichtig, stets die Kundenperspektive im Blick zu haben: Digitalisierung sollte kein Selbstzweck sein, sondern Vorteile für alle Beteiligten bringen.
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