Deutsche wollen lieber praktische Autos kaufen

Deutsche wollen lieber praktische Autos kaufen

Das Wunschauto der Deutschen ist weiterhin ein VW. Aber es soll heute ein dunkler Kombi sein, und gebraucht. Spaßmobile wie Cabrios oder SUVs sind weniger gefragt. Sagt die neue Verbraucherstudie von Aral.

Björn BöerBjörn BöerChefredakteur
3 Min.· Aktualisiert am
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Spaßautos verlieren an Interesse

Die Verlierer der aktuellen Erhebung sind die japanischen Importeure: Vor zwei Jahren waren noch 16 Prozent der Befragten an einem solchen Fahrzeug interessiert, jetzt sind es nur noch neun Prozent.

Erstmals seit der Erstauflage der Studie vor zehn Jahren steht die klassische Limousine nicht mehr ganz oben in der Käufergunst. Nur noch 25 Prozent der Befragten interessieren sich für diese Karosserieform. Der neue Favorit ist der Kombi mit einem Anteil von 28 Prozent, die Lieblingsfarben sind hier Schwarz und Silber.

Ein weiterer Gewinner der aktuellen Erhebung ist der Kleinwagen: Vor zwei Jahren gaben sich nur 17 Prozent der Befragten mit einem Stadtflitzer zufrieden, jetzt sind es 26 Prozent. Vor allem  Dieselmodelle von Opel haben hier an Interesse dazugewonnen. Jüngere Fahrzeugsegmente wie der Mini-Van und auch Geländewagen/SUVs dagegen sind mittlerweile ebenso weniger gefragt wie Cabrios.

Nachfrage nach Finanzierung steigt weiter an

Bei der Bezahlung für das nächste Auto setzt sich der bereits 2005 eingeschlagene Kurs fort, denn die Finanzierung nimmt bei Neu-, Jahres- oder Gebrauchtwagen kontinuierlich an Bedeutung zu. Vor acht Jahren wurde nur rund jedes zehnte Auto finanziert, inzwischen ist es mit 56 Prozent mehr als jedes zweite. Mit Bargeld will nur noch rund ein Drittel der Käufer im Autohaus bezahlen - vor zehn Jahren waren es noch zwei Drittel.

Bei Elektroautos ist der Deutsche weiterhin vorsichtig. Zwar wird solchen Mobilen ein großer Beitrag zum Umweltschutz zugetraut, doch weder bei der unmittelbaren Kaufentscheidung noch in der absehbaren Zukunft ist die Akzeptanz für die neue Technologie unter den potenziellen Autokäufern besonders hoch. Nur 27 Prozent von ihnen können sich überhaupt vorstellen, ein Elektroauto zu kaufen.

Das ist ein Prozentpunkt weniger als vor zwei Jahren und 9 Prozentpunkte weniger als bei der ersten Erhebung zu diesem Themenkomplex vor vier Jahren. Eine Barriere für den Markterfolg ist nach wie vor die Mindestreichweite, denn nur 11 Prozent der Befragten geben sich mit einer Reichweite von 150 Kilometern oder weniger zufrieden. Fast die Hälfte der Befragten erwartet mindestens 350 Kilometer.

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Björn Böer
Geschrieben vonBjörn Böer

Chefredakteur

Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.

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