Die Chronik des Karstadt-Dramas

Die Chronik des Karstadt-Dramas

Nicolas Berggruen wird Karstadt übernehmen. Die Redaktion von derhandel.de hat die wichtigsten Artikel der vergangenen Monate zum Leidensweg des Warenhausbetreibers zusammengestellt.

Björn BöerBjörn BöerChefredakteur
3 Min.· Aktualisiert am
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Die Gläubiger des Highstreet-Konsortiums stimmen eine Mietreduzierung zu und machen den Weg frei für eine Übernahme durch Nicolas Berggruen.

Juli 2010

Der italienische Kaufhaus-Manager Maurizio Borletti bietet überraschend für Karstadt.

Juni 2010

Der Gläubigerausschuss entscheidet sich für den Investor Nicolas Berggruen.

Genügend Karstadt-Kommunen verzichten auf ihre Steueransprüche gegenüber dem Unternehmen und erfüllen damit eine wichtige Bedingung für das Gelingen des Insolvenzplans.

Mai 2010

Metro bietet seine Tochter Kaufhof parallel zur Karstadt-Kaufofferte von Highstreet an und lässt damit Spekulationen um eine mögliche Verschmelzung beider Häuser zu.
 
Highstreet, Besitzer der Immobilien von 86 Karstadt-Filialen, will Karstadt komplett übernehmen.

Kurz vor Ablauf der Frist bietet Nicolas Berggruen um Karstadt mit. Der Berliner Privatinvestor hat Großes vor - und will Jobs retten.

Verdi ist sauer und behauptet: "Triton erpresst Karstadt-Mitarbeiter." Sie weist Forderungen des potenziellen Karstadt-Investors Triton nach weiteren Zugeständnissen der Arbeitnehmer zurück.

Der Insolvenzplan von Karstadt gerät in Gefahr, da 14 der insgesamt 94 Kommunen einen Steuerverzicht für den Warenhausbetreiber verweigern. Die Frist läuft am 25. Mai ab.

Als einziger Kaufinteressent von Karstadt galt bisher Triton. Nun gesellt sich ein zweiter Kaufinteressent dazu.

April 2010



Die Gläubigerversammlung stimmt dem Karstadt-Insolvenzplan zu. Interessenten sollen ihr Gebot bis zum 23. April abgeben.

Die Karstadt-Insolvenz wird die deutschen Steuerzahler rund 650 Millionen Euro kosten. 

Die Staatsanwaltschaft Bochum weitet die Ermittlungen gegen den Ex-Arcandor-Chef Thomas Middelhoff aus.

Metro ist "nur an einzelnen Karstadt-Häusern" interessiert.

März 2010

Karstadt-Übernahme: Zwei Investoren ziehen sich zurück.

Kartellamt will bei Fusion von Karstadt und Kaufhof mitreden.

Amerikaner wollen Karstadt kaufen.

Karstadt will nach dem Verkauf in die Fläche investieren.

Februar 2010

Gläubiger ebnen Weg für Karstadt-Verkauf.

Sechs Interessenten prüfen Kauf von Karstadt.

Januar 2010

Metro-Chef Cordes glaubt nicht an Investor für Karstadt.

Karstadt will wieder in die Filialen investieren.

Dezember 2009

Karstadt-Mutterkonzern Arcandor ist die Pleite des Jahres.

Metro will einzelne Karstadthäuser kaufen.

Karstadt will 120 Filialen weiter betreiben.

November 2009

Karstadt-Vermieter winken mit Rabatt.

Die Gläubigerversammlung stimmt der Fortführung der insolventen Warenhauskette Karstadt zu.

Karstadt-Mitarbeiter verzichten auf Millionen.

September 2009

Arcandor-Insolvenz zwingt Post zum Stellenabbau.

August 2009

Metro möchte keine Milliarden für Karstadt-Übernahme zahlen.

Juli 2009



Das Wirtschaftsmagazin Der Handel besucht mehr als 50 Karstadt-Häuser. Die Reportage hatte eine gewaltige Resonanz.

Juni 2009

Arcandor will für die Warenhaustochter Karstadt keinen Massekredit beantragen.

Arcandor stellt Insolvenzantrag für die Arcandor AG sowie die Töchter Karstadt, Primondo und Quelle.
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Björn Böer
Geschrieben vonBjörn Böer

Chefredakteur

Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.

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