
Die Kaufkraft der Deutschen wächst
Die Zunahme ist zwar bescheiden, aber eine gute Nachricht für den Einzelhandel: Die Verbraucher haben Dank der steigenden Reallöhne wieder etwas mehr Geld zur Verfügung.
Thomas RehmRedakteurNach den Angaben kletterten die Bruttomonatsverdienste zum Jahresauftakt 2010 um 1,6 Prozent gegenüber dem ersten Quartal des Vorjahres. Die Hälfte davon wurde vom Anstieg der Verbraucherpreise um 0,8 Prozent geschluckt.
Für das Schlussquartal sowie das Gesamtjahr 2009 hatten die Statistiker noch einen Rückgang der Reallöhne um 0,4 Prozent errechnet.
Allerdings entwickelten sich die Verdienste je nach Branche sehr unterschiedlich. Einbußen mussten im Vorjahresvergleich etwa die Beschäftigten in der Schifffahrt (minus 5,8 Prozent), in der Energieversorgung (minus 4,2 Prozent), im Baugewerbe (minus 1,1 Prozent) oder in der Wasserversorgung (minus 0,5 Prozent) hinnehmen.
Rund 3.200 Euro Durchschnittsgehalt in der Industrie
In allen anderen Branchen stiegen die Verdienste im Vergleich zum ersten Quartal dieses Jahres, berichtet das Amt.
So erhöhten sich die Verdienste zum Beispiel im Bereich Information und Kommunikation um 3,9 Prozent und im Bereich Erziehung und Unterricht um 3,7 Prozent.
Demnach verdiente ein vollzeitbeschäftigter Arbeitnehmer im ersten Quartal 2010 in der Industrie ohne Sonderzahlungen im Durchschnitt brutto 3.178 Euro im Monat.
Die höchsten Durchschnittsverdienste erzielten die Beschäftigten von Banken und Versicherungen (4.224 Euro) sowie im Bereich Information und Kommunikation (4.212 Euro). Dazu gehören Mitarbeiter in Verlagen und Medien, Musik- und Filmproduzenten oder auch Programmierer und Softwareentwickler.
Die niedrigsten Bruttomonatsverdienste wurden im Durchschnitt im Gastgewerbe mit 1.914 Euro erzielt.

Redakteur
Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.
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