Die Kauflaune sinkt

Die Kauflaune sinkt

Die Folgen der steigenden Energiepreise treffen den Einzelhandel empfindlich. Denn die Deutschen geben immer weniger Geld für Konsum aus.

Thomas RehmThomas RehmRedakteur
2 Min.· Aktualisiert am
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Die Konjunkturerwartung musste im Juli mit einem Minus von 15,5 Punkten erneut hohe Einbußen verkraften. Aktuell wird ein Wert von minus 8 Punkten gemessen. Zuletzt war im November 2005 ein ähnlich niedriger Wert zu verzeichnen.

Die Einkommen sinken

Besserung dürfte nicht in Sicht sein, denn die andauernd hohe Inflation in Deutschland drückt auf die Einkommensaussichten der Bundesbürger. Der GfK-Indikator zur Einkommenserwartung verliert im Juli 12,8 Punkte und weist nun minus 20 Punkte auf. Ein ähnlich niedriger Wert wurde zuletzt vor knapp vier Jahren - im August 2004 - gemessen.

Die Anschaffungsneigung der Verbraucher verliert im Juli immerhin noch moderat 2,5 Punkte und weist nun minus 26,2 Zähler auf. Im Vorjahresvergleich betragen die Verluste inzwischen allerdings gut 35 Punkte.

Textilhandel leidet - trotz Sommerschlussverkauf

Zu den vielen Branchen, die unter der Kaufunlust der Verbraucher leiden, gehört auch der Textilhandel - trotz aktuellem Sommerschlussverkauf. „Den Verbrauchern fehlt die Kaufkraft. Die hohen Energiepreise fressen einen Großteil des Budgets, und da wird vor allem beim Modeeinkauf gespart", sagte Daniel Terberger, Chef des Einkaufsverbandes Katag, der „Süddeutschen Zeitung".

Terberger sagt einen „gnadenlosen Verdrängungswettbewerb" im Textilhandel vorher. Wer eine Umsatzrendite von weniger als drei Prozent erwirtschafte, sei mittelfristig in seiner Existenz bedroht, warnt der Verbandschef.

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Thomas Rehm
Geschrieben vonThomas Rehm

Redakteur

Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.

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