Anbieter von Non-Food-Artikeln wissen es längst: Männer und Frauen verhalten sich beim Einkaufen unterschiedlich. Eine Studie zeigt nun, dass sie auch im Supermarkt verschiedene Wege gehen.
Differenzierung im Marketing
Aus den unterschiedlichen Verhaltensweisen beim Lebensmittelkauf ergibt sich, dass auch im Foodmarketing unterschieden werden muss. Dazu ist es wichtig, festzustellen, welche Zielgruppen man voneinander abgrenzen kann, sagen die Experten der Fachhochschule Wolfsburg. Aus der aktuellen nationalen Verzehrstudie II der Bundesregierung lassen sich aus Sicht der Gendermarketing folgende Gruppen ableiten:
- Die traditionelle Frau, die für ihren Haushalt einkauft (rund 40 Prozent der Haushalte)
- Der moderne Mann, der für den Haushalt einkauft (rund 16 Prozent)
- Die Single-Frau, die geschlechtsspezifisch einkauft (13 Prozent)
- Der Single-Mann, der geschlechtsspezifisch einkauft (11 Prozent)
Bei den restlichen 20 Prozent der Haushalte verteilt sich die Einkaufsverantwortung auf mehrere Personen.
Eine Warenpräsentation, die sich ausschließlich auf Frauen oder Männer bezieht, schließt zu viele Kunden aus. Denkbar ist jedoch eine segmentspezifische Ausrichtung nach Geschlecht. Beispielsweise könnten Lebensmittelhändler Männersortimente (Fleisch, Alkohol) getrennt und anders präsentieren als Frauensortimente (Gemüse, Diätprodukte), raten die Experten.
Nina Ossenfort
