
Die kleinen Unterschiede
Anbieter von Non-Food-Artikeln wissen es längst: Männer und Frauen verhalten sich beim Einkaufen unterschiedlich. Eine Studie zeigt nun, dass sie auch im Supermarkt verschiedene Wege gehen.
Björn BöerChefredakteurDifferenzierung im Marketing
Aus den unterschiedlichen Verhaltensweisen beim Lebensmittelkauf ergibt sich, dass auch im Foodmarketing unterschieden werden muss. Dazu ist es wichtig, festzustellen, welche Zielgruppen man voneinander abgrenzen kann, sagen die Experten der Fachhochschule Wolfsburg. Aus der aktuellen nationalen Verzehrstudie II der Bundesregierung lassen sich aus Sicht der Gendermarketing folgende Gruppen ableiten:
- Die traditionelle Frau, die für ihren Haushalt einkauft (rund 40 Prozent der Haushalte)
- Der moderne Mann, der für den Haushalt einkauft (rund 16 Prozent)
- Die Single-Frau, die geschlechtsspezifisch einkauft (13 Prozent)
- Der Single-Mann, der geschlechtsspezifisch einkauft (11 Prozent)
Bei den restlichen 20 Prozent der Haushalte verteilt sich die Einkaufsverantwortung auf mehrere Personen.
Eine Warenpräsentation, die sich ausschließlich auf Frauen oder Männer bezieht, schließt zu viele Kunden aus. Denkbar ist jedoch eine segmentspezifische Ausrichtung nach Geschlecht. Beispielsweise könnten Lebensmittelhändler Männersortimente (Fleisch, Alkohol) getrennt und anders präsentieren als Frauensortimente (Gemüse, Diätprodukte), raten die Experten.
Nina Ossenfort

Chefredakteur
Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.
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