
Die Klasse einer Digitalstrategie entscheidet
Die nächste Studie, die bestätigt, dass die Online-Händler die Gewinner der Pandemie sind. Aber die Präsenz im Internet und ein passendes Angebot alleine reichen nicht aus, entscheidend ist ein ausgereiftes digitales Angebot. Dies ist das Ergebnis des EY-Parthenon-Performance-Ranking 2021, für das rund 8.000 Kunden zu 100 Händlern befragt wurden und mehr als 40.000 Kundenbeurteilungen ausgewertet wurden.
Der beste Anbieter aus der Lebensmittelbranche ist Rewe. Hier zeige sich, dass Rewe den Wocheneinkauf junger Familien neu gestalte. Bei Edeka mache sich bemerkbar, dass es zur Zeit der Studie nicht über einen eigenen Lieferdienst verfügt habe. Und Edeka fehle ein "überzeugendes Digitalangebot". Doch die Unternehmen seien mehrfach gefordert, denn in der Branche sorgten Schnelllieferdienste für hohen Innovationsdruck. Bei Rewe sprechen die Autoren von EY-Parthenon von einem "bemerkenswerten" Erfolg, insgesamt ist es aber nur Platz 25. Ein deutliches Zeichen für den Nachholbedarf in der Branche, aber auch für das Potenzial, das sie bietet.
In der Möbelbranche könnte es zu einer "Wachablösung" gekommen sein, meinen die Analysten. Home24 habe in diesem Jahr besser abgeschnitten als XXXL Lutz, dem ein "klares Online-Versprechen" fehle.
Angetrieben werde der Online-Handel durch die einkommensstärkeren Klassen, die digitalen Anwendungen spielten hier eine größere Rolle. Den Kunden hätte durch fehlenden Urlaub mehr Geld zur Verfügung gestanden. Hohe Einkaufszahlen seien bei den älteren Kunden festzustellen, für sie gehe es um die Bequemlichkeit beim Einkauf, jüngere Kunden wünschten sich verstärkt ein Einkaufserlebnis.Redakteur
Wolfram Marx ist Journalist und schreibt für etailment unter anderem das Morning Briefing mit den täglichen Nachrichten aus Handel und E-Commerce. Seine Beiträge erschienen zudem in weiteren Fachtiteln der dfv Mediengruppe wie TextilWirtschaft, ahgz und Food Service sowie in der Rheinischen Post und im Reisefachmedium Travel ONE.
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