
dm-Chef Harsch will bessere Löhne im Handel
Unbeeindruckt von der Wirtschaftskrise baut die Drogeriemarktkette dm ihren Umsatz aus. Unternehmenschef Erich Harsch setzt sich derweil für bessere Löhne ein.
Björn BöerChefredakteurDer Gewinn des Karlsruher Unternehmens sei "auskömmlich", sagte dm-Chef Erich Harsch am Mittwoch - genauere Angaben macht das Unternehmen traditionell nicht.
Absage an gesetzliche Mindestlöhne
Harsch nahm zudem kritisch Stellung zum Mindestlohn: die Einkommen von Mitarbeitern müssten eine vernünftige Größenordnung haben, sagte Harsch. Beschäftigte im Einzelhandel sollten "von ihrem Einkommen auskömmlich leben und ihren Lebensunterhalt bestreiten können", so der dm-Chef.
Man brauche aber keinen gesetzlichen Mindestlohn, sondern allgemeinverbindliche Entgelttarife. "Die Politik darf keine Löhne und Gehälter bestimmen, auch keine Mindestlöhne", sagte Harsch. Er forderte die Allgemeinverbindlichkeit der Entgelttarife und nicht nur die Allgemeinverbindlichkeit für ein Basisentgelt.
Trotz Wirtschaftskrise hatte dm-drogeriemarkt im Geschäftsjahr 2008/2009 beim Umsatz abermals zweistellig zugelegt.
dpa / dh

Chefredakteur
Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.
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