
dm schafft kostenlose Tütchen ab
Die dm-Filialleiter können künftig entscheiden, die kostenlosen kleinen Plastiktüten zu verbannen. Die Drogeriekette will damit ein Zeichen gegen die Plastikmüll-Belastung der Umwelt setzen.
Björn BöerChefredakteurDie Kunden hätten auf die Neuerung überwiegend positiv reagiert, zitiert die Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ) die Konzernleitung: "Wir bei dm beschäftigen uns schon seit einiger Zeit mit der Frage, welche Einkaufstaschen von unseren Kunden gewünscht sind und inwieweit wir dies mit den Aspekten der ökologischen Nachhaltigkeit vereinbaren können", sagte Christoph Werner, dm-Marketing-Chef, der Zeitung.
EU will Plastikmüll reduzieren
Die Drogeriemarktkette liegt mit der Verbannung kostenloser Plastiktüten auf einer Linie mit den Plänen der Europäischen Union. Demnach sollen die Mitgliedsstaaten den Verbrauch der umweltschädigenden Beutel schrittweise reduzieren. Ein Vorstoß für ein europaweites Verbot von Plastiktüten hatte unterdessen keine Mehrheit gefunden. Die EU hat lediglich neue Vorgaben beschlossen, die sich bislang nur auf leichte Einwegtüten beziehen, wie sie oft an den Kassen liegen. Ausgenommen sind ganz dünne Beutel für Lebensmittel.
In der EU landen jährlich acht Milliarden Beutel in der Landschaft oder im Meer, mit verheerenden Folgen für Pflanzen- und Tierwelt. Laut Bundesregierung hat jeder Europäer im Jahr 2010 durdchschnittlich rund 200 Plastiktüten verwendet. Bis zum Jahr 2019 soll diese Zahl auf etwa 90 Beutel pro Bürger sinken, bis zum Jahr 2040 sogar auf 40.
dpa / wim
Hier finden Sie die aktuellen EU-Regeln zu Plastiktüten in englischer Sprache.

Chefredakteur
Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.
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