Die dm-Filialleiter können künftig entscheiden, die kostenlosen kleinen Plastiktüten zu verbannen. Die Drogeriekette will damit ein Zeichen gegen die Plastikmüll-Belastung der Umwelt setzen.
Die Kunden hätten auf die Neuerung überwiegend positiv reagiert, zitiert die Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ) die Konzernleitung: "Wir bei dm beschäftigen uns schon seit einiger Zeit mit der Frage, welche Einkaufstaschen von unseren Kunden gewünscht sind und inwieweit wir dies mit den Aspekten der ökologischen Nachhaltigkeit vereinbaren können", sagte Christoph Werner, dm-Marketing-Chef, der Zeitung.
EU will Plastikmüll reduzieren
Die Drogeriemarktkette liegt mit der Verbannung kostenloser Plastiktüten auf einer Linie mit den Plänen der Europäischen Union. Demnach sollen die Mitgliedsstaaten den Verbrauch der umweltschädigenden Beutel schrittweise reduzieren. Ein Vorstoß für ein europaweites Verbot von Plastiktüten hatte unterdessen keine Mehrheit gefunden. Die EU hat lediglich neue Vorgaben beschlossen, die sich bislang nur auf leichte Einwegtüten beziehen, wie sie oft an den Kassen liegen. Ausgenommen sind ganz dünne Beutel für Lebensmittel.
dpa / wim
Hier finden Sie die aktuellen EU-Regeln zu Plastiktüten in englischer Sprache.
