
Douglas soll sich Thalia-Verkauf annähern
Die Verkaufsgerüchte verdichten sich: Der Douglas-Konzern ist einem Medienbericht zufolge bereits in Sondierungsgesprächen mit einer Beteiligungsgesellschaft, um die schwächelnde Buchhandelstochter Thalia zu verkaufen.
David WöllensteinRedakteurStarke Konkurrenz aus dem Internet
Die Buchsparte verliert derzeit Kunden an Internetgrößen wie Amazon. Die Umsätze stimmen noch, aber in den Sortimentsbuchhandlungen gingen die Erlöse auf vergleichbarer Fläche zurück. Douglas hatte Anfang des Jahres einen Umbau der Sparte angekündigt, der unter anderem eine Verkleinerung der bestehenden Filialen und gegebenenfalls auch Standortschließung vorsieht. Durch die Kosten für die Restrukturierung erwartet Vorstandschef Henning Kreke, dass das Ergebnis im laufenden Geschäftsjahr 2011/12 (30. September) zurückgeht.
Zuletzt war Bewegung in den Konzern gekommen: Die Gründerfamilie Kreke hatte im Januar angekündigt, sie erwäge, Douglas von der Börse zu nehmen.
Drogerie-Unternehmer Müller hat ein Wörtchen mitzureden
Unterstützung könnten Finanzinvestoren bieten. Die Familie muss aber Rücksicht auf den Ulmer Drogerieunternehmer Erwin Müller nehmen. Er könnte von einer Option Gebrauch machen, seinen Anteil von gut zehn Prozent auf mehr als 25 Prozent aufzustocken. Müller will sich frühestens zur Douglas-Hauptversammlung im März äußern. Die Krekes kommen zusammen mit der verwandten Familie Eklöh auf rund 30 Prozent. Größter Einzelaktionär ist derzeit die Oetker-Gruppe mit fast 26 Prozent, mit der die Krekes nach Aussage von Vorstandschef Henning Kreke gut zusammenarbeiten.

Redakteur
David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.
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