
Druck des Quelle-Katalogs bleibt ausgesetzt
Seit Mittwoch stehen die Druckmaschinen still. Es ist immer noch nicht klar, ob der Quelle-Katalog weitergedruckt wird. Auch ein Appell vom Arcandor-Insolvenzverwalter war bisher ergebnislos.
David WöllensteinRedakteurAuf den Eigentumsvorbehalt kommt es an
Ein kleinerer Teil der Auflage des für das Überleben von Quelle wichtigen Katalogs war in den vergangenen Tagen bereits ausgeliefert worden. Grund für den Stillstand sei eine Anweisung der zuliefernden Druckereien, erläuterte Adler.
"In dem Moment, wenn die Wettbewerber ihren Eigentumsvorbehalt zurücknehmen, dürfen wir juristisch gesehen wieder aktiv werden."
Seit Mittwoch kein Druck mehr
Der Katalog wird etwa zu einem Drittel von der Schlott-Gruppe (Freudenstadt) und zu zwei Dritteln von Prinovis mit Sitz in Itzehoe produziert. Auch das Unternehmen Print.Forum (Sinsheim) ist beteiligt.
Prinovis hatte am Freitag mitgeteilt, dass Schlott und Print.Forum einen Eigentumsvorbehalt auf von ihnen vorproduzierte Druckbögen geltend gemacht hätten. Die Maschinen stünden deshalb bereits seit Mittwochabend still.
In Vorkasse gehen
Der Insolvenzverwalter, Klaus Hubert Görg, hatte daraufhin an die Druckereien appelliert, die Auslieferung nicht länger zu blockieren und in Vorkasse zu gehen. Die Verzögerungen könnten die Überlebensfähigkeit von Quelle beeinflussen, warnte Görg. Quelle gehört zur Versandhandelsgruppe Primondo, die wiederum eine Tochter des Handels- und Touristikkonzerns Arcandor ist.
Adler erläuterte auf Anfrage, für Prinovis sei die Anweisung der Zulieferer juristisch leider eindeutig: "Stoppt die Maschinen, liefert nicht mehr aus. Daran sind wir gebunden, das hat nichts mit Goodwill zu tun."

Redakteur
David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.
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