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Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen. Einen erfolgreichen Tag wünscht Ihnen die Redaktion von etailment.de.
David WöllensteinRedakteurHANDEL NATIONAL
DHL-Etiketten auf Ebay nicht mehr per Paypal
Ab dem 16. März können Ebay-Händler ihre DHL-Versandetiketten nicht mehr per Paypal bezahlen, berichtet Haendlerbund.de. Stattdessen setze Ebay auf das hauseigene Guthaben – alternativ blieben Kreditkarte und Lastschrift. Die Verantwortung schiebe der Marktplatz auf Deutsche Post DHL, doch viele Händler würden diese Darstellung bezweifeln: Ebay lenke Geldflüsse zunehmend ins eigene Ökosystem, etwa indem private Verkäufer ihre Erlöse nur noch aufs Ebay-Konto erhielten.
About You und Prosiebensat1 starten Modelabel „Everly“
About You und Prosiebensat1 bringen gemeinsam die Modemarke „Everly“ auf den Markt, berichtet Fashionunited.de. Statt auf einen prominenten Namen setze die Kooperation auf ein Capsule-Wardrobe-Konzept mit 58 minimalistischen Basics aus Bio-Baumwolle. Die erste Kollektion sei bereits auf About You erhältlich, eine zweite solle im Herbst 2026 folgen. Der Modehändler erhalte somit durch die TV-Reichweite einen Werbekanal jenseits von Social Media und Performance-Marketing.
Hildegard Braukmann modernisiert Online-Shop
Der Kräuterkosmetik-Hersteller Hildegard Braukmann hat seinen Online-Shop auf Shopware 6 migriert, berichtet das Unternehmen. Die Digitalagentur Y1 habe eine mehrstufige Navigation, ein modulares CMS und eine automatisierte Warenwirtschafts-Anbindung umgesetzt. Ein „Closed-Shop“-Feature ermögliche geplante Wartungsfenster. Laut ersten Auswertungen zeige der neue Auftritt höhere Zugriffszahlen; die Ladezeiten seien besonders mobil deutlich geschrumpft.
Wenn das Tablet streikt, wackelt die Lieferkette
Scanner, Tablets und Handhelds sind das technologische Rückgrat der Logistik und zugleich ihr blinder Fleck, warnt ein SOTI-Branchenbericht. 49 Prozent der deutschen Logistikmitarbeitenden empfänden Geräteausfälle als erheblichen Stressfaktor, 39 Prozent leisteten deswegen Überstunden, 30 Prozent verfehlten ihre Zielvorgaben. Parallel träfen deutsche Unternehmen durchschnittlich über 1.200 Cyberangriffe pro Woche und mobile Endgeräte mit permanentem Backend-Zugang seien besonders verwundbar.
HANDEL INTERNATIONAL
Shop Apotheke peilt zweistelliges Wachstum an
Redcare Pharmacy, hierzulande als Shop Apotheke bekannt, prognostiziert für 2026 ein Umsatzplus von 13 bis 15 Prozent bei einer bereinigten Ebitda-Marge von mindestens 2,5 Prozent, berichtet Retail-News.de. Das E-Rezept treibe das verschreibungspflichtige Geschäft in Deutschland kräftig an: Die Umsätze für verschreibungspflichtige Medikamente könnten die Marke von 670 Mio. Euro erreichen. Im Non-Rx-Bereich falle das Wachstum mit acht bis zehn Prozent gedämpfter aus, da sich der Wettbewerb verschärfe und das Konsumklima in Europa die weitere Expansion bremse.
Wero schaltet nach Deutschland nun Belgien als zweiten Markt für E-Commerce-Zahlungen frei, berichtet die EPI Payments Initiative. Zum Start seien die Großbanken ING, KBC, und BNP Paribas Fortis an Bord, Belfius folge in Kürze, und im zweiten Halbjahr kämen weitere Institute hinzu, darunter Revolut und Bunq. Zu den ersten teilnehmenden Händlern zählten Ahold Delhaize, Lidl und die belgische Post. Die Initiative rechne in Belgien mit einer möglichen Akzeptanz von bis zu 65 Prozent.
Targets Comeback-Plan: KI, Werbung und der Marktplatz
Der amerikanische Lifestyle-Discounter Target will sein Comeback in die schwarzen Zahlen vor allem über Technologie und Werbung erreichen, berichtet Modernretail.co. Das Retail-Media-Netzwerk „Roundel“ solle sich in den nächsten Jahren verdoppeln, der kuratierte Marktplatz „Target+“ von einer auf fünf Mrd. Dollar Handelsvolumen wachsen. Im Bereich Agentic Commerce teste der Händler bereits Shopping über ChatGPT und Google Gemini. Für diese Schritte wolle man in diesem Jahr eine Mrd. Dollar für KI, Marketing und den Umbau von 130 der fast 2.000 Filialen investieren.
Best Buy: Weniger Online-Umsatz, mehr Marktplatz-Händler
Der Online-Umsatz der amerikanischen Tech-Fachmarktkette Best Buy sank im vierten Fiskalquartal 2026 um 2,3 Prozent auf 4,91 Mrd. Dollar, berichtet Digitalcommerce360.com. Der Gesamtumsatz sei mit 13,81 Mrd. Dollar ebenfalls leicht rückläufig gewesen. Als Lichtblick bleibe aber der Relaunch des Marktplatzes: Rund 300 Mio. Dollar Handelsvolumen im Quartal, über 1.100 angebundene Händler und eine niedrigere Retourenquote als im Eigengeschäft. Parallel taste sich Best Buy an KI-gestützten Handel heran – mit einer ChatGPT-Integration für den Produktkatalog und Unterstützung für Googles Universal Commerce Protocol.
TRENDS & TECHNOLOGIE
Health & Wellness als Wachtumsmotor im Online-Handel
Abo-gestützte Supplements, datengetriebene Wearables und eine jüngere Zielgruppe, die Prävention als Alltag begreife: Warum Health & Wellness längst kein Nischenthema mehr ist, sondern ein strukturelles Wachstumssegment im Online-Handel, analysiert Nico Szeli in einem Expertenbeitrag auf Etailment.de.
Online-Werbung gefährlicher als Spam-Mails
Online-Werbung hat E-Mail als Hauptkanal für Schadsoftware abgelöst, zitiert Businessinsider.com eine Studie von „The Media Trust“. Über 60 Prozent aller Schadsoftware- und Phishing-Kampagnen 2025 seien über Werbeanzeigen gelaufen, die Verbreitung über programmatische Kanäle sei um 45 Prozent gestiegen. KI-generierte Deepfakes und die Expansion in Retail Media oder Connected TV verschärften das Problem. Ausgerechnet die Werbebranche, die Milliarden in den Markenschutz stecke, vernachlässige dabei den Schutz der Verbraucher, so die Autorin.
Noch dominiert Google die Suche auf dem Desktop
Google beherrschte auch 2025 die Desktop-Suche mit rund 79 Prozent Marktanteil in der EU, aber verliere langsam Boden, zitiert Online-Marketing.de eine SparkToro-Analyse von 41 großen Websites. Amazon halte in der EU Platz zwei mit 5,3 Prozent, ChatGPT überhole mit 3,7 Prozent erstmals Youtube. Allerdings erfasse die Studie nicht den mobilen Traffic und setze außerdem unterschiedlichste Suchpraktiken gleich – von KI-Konversationen bis zu Produktrecherchen im E-Commerce. Auf vielen Plattformen suchten Besucher zudem gar nicht aktiv.
EZB-Ökonomen: KI schafft Jobs, statt sie zu vernichten
KI-intensive Unternehmen in der Eurozone stellen kurzfristig eher zusätzliches Personal ein, statt Stellen abzubauen – so laut Reuters.com ein Blogbeitrag zweier EZB-Ökonomen auf Basis der hauseigenen Safe-Umfrage. Dieser Befund gelte unabhängig von der Investitionshöhe. Eine Ifo-Studie zeichne ein anderes Bild: Über ein Viertel der deutschen Firmen rechne in den nächsten fünf Jahren mit KI-bedingten Stellenstreichungen. Auch die EZB-Autoren räumten ein, dass sich das Bild langfristig drehen könne, sobald KI die Produktionsprozesse tiefgreifend verändere.

Redakteur
David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.
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