
Ebay-Gewinn bricht ein
Ein Gewinneinbruch von 88 Prozent ist dann doch etwas außergewöhnlich. So lautet die Ebay-Bilanz für das zweite Quartal. Das lag allerdings nicht am Verkauf der Bezahltochter Paypal.
David WöllensteinRedakteurPaypal sorgte für Wachstum bei Ebay
Der Konzernumsatz wuchs im Jahresvergleich um sieben Prozent auf 4,38 Milliarden Dollar. Aus dieser Zahl wurden die 300 Millionen Dollar Umsatz von Ebay Enterprise bereits herausgerechnet.
Ebay spaltet demnächst den Bezahldienst Paypal von seiner Handelsplattform mit der bekannten Auktions- und Handels-Website ab. Am kommenden Montag sollen Ebay und Paypal als eigenständige Unternehmen an der Börse starten.
Paypal war schon länger der Wachstumstreiber im Ebay-Konzern, das blieb auch im vergangenen Quartal so. Die Nettoerlöse des Bezahldienstes wuchsen um 16 Prozent auf 2,26 Milliarden Dollar. Das Geschäft mit den Handelsplattformen schrumpfte dagegen um drei Prozent auf gut 2,1 Milliarden Dollar.
Fast 170 Millionen Kunden
Das Kalkül hinter der Aufspaltung ist, dass die beiden Unternehmensteile als getrennte börsennotierte Unternehmen den bisherigen Aktionären mehr Wert bringen und auch schneller wachsen können. So könnte Paypal stärker auch mit Rivalen von Ebay ins Geschäft kommen. Zugleich gilt der Bezahlservice angesichts seines starken Wachstums auch als mögliches Übernahmeziel für große Konkurrenten wie etwa die chinesische Handelsplattform Alibaba.
Paypal steigerte im vergangenen Quartal die Kundenzahl um elf Prozent auf 169 Millionen. Gut ein Fünftel des Geschäftsvolumens wurde mit Zahlungen auf der Ebay-Plattform abgewickelt.

Redakteur
David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.
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