eBay legt neue Zahlungsabwicklung auf Eis

eBay legt neue Zahlungsabwicklung auf Eis

eBay führt die umstrittene neue Zahlungsabwicklung in Europa nicht ein. Auch mit der luxemburgischen Finanzaufsichtsbehörde wurde sich der Betreiber des Onlinemarktplatzes nicht einig.

SRSybille RoemerRedakteurin
2 Min.· Aktualisiert am
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Bei dem neuen Verfahren sollten über eBay gekaufte Artikel nicht direkt beim Verkäufer bezahlt werden, sondern bei der Onlinehandelsplattform selbst, die das Geld dann weiterleiten wollte. Dadurch wollte eBay die Sicherheit und das Vertrauen der Kunden erhöhen.

Erst Bafin, jetzt CSSF

Seit August 2011 war das Zahlverfahren in einem Pilotprojekt getestet worden, eine halbe Million eBay-Kunden hatte das System im Frühjahr bereits genutzt. Doch laut deutscher Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin)  hätte sich eBay nach dem Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz auch eine Lizenz für die Zahlungsabwicklung holen müssen.

Das Unternehmen verschob daraufhin den Start der neuen Kaufabwicklung vom vergangenen Sommer auf kommendes Jahr und führte Gespräche mit der luxemburgischen Finanzaufsicht CSSF. Dort hat der zuständige Unternehmensbereich des amerikanischen Unternehmens in Europa seinen Sitz.

Bei den Verhandlungen gab es offensichtlich Probleme: "Es bestehen erhebliche Unklarheiten, wie die neue Zahlungsabwicklung den regulatorischen Anforderungen gerecht werden und gleichzeitig die gewünschten Vorteile für Käufer und Verkäufer bieten kann", so Weber in der "Wirtschaftswoche".

Geldtransfer innerhalb eines Werktages

Demnach sehen die - eigentlich für die Beaufsichtigung von Banken ausgelegten - Regeln grundsätzlich vor, dass Gelder innerhalb eines Werktages transferiert werden müssen. Doch nach den Vorstellungen von Ebay hätte es mindestens eine Woche, im Extremfall sogar knapp einen Monat dauern können, bis die Verkäufer ihr Geld bekommen. Bei vielen Verkäufern war das System daher umstritten, zudem hatten technische Probleme die Pilotphase begleitet.

Ebay prüfe nun andere Maßnahmen, um die Sicherheit zu erhöhen, heißt es. Zudem sei die Hotline nun kostenlos, zur besseren Kundenbetreuung will das Unternehmen auch mehr Mitarbeiter einstellen. Eine konkrete Zahl nannte Ebay indes nicht.

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SR
Geschrieben vonSybille Roemer

Redakteurin

Sybille Roemer kennt als Redakteurin der afz – allgemeine fleischer zeitung die Herausforderungen der Digitalisierung in Metzgerei und Einzelhandel. Der Autorin der Fachbücher "Praxisführer E-Commerce" und "Erfolgsfaktor Online-Handel" und Dozentin an der Philipps-Universität Marburg ist wichtig, stets die Kundenperspektive im Blick zu haben: Digitalisierung sollte kein Selbstzweck sein, sondern Vorteile für alle Beteiligten bringen.

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