
Edeka und Netto verkaufen Fairtrade-Rosen
Rechtzeitig zum Valentinstag erweitern Edeka und die Discount-Tochter Netto das Schnittblumensortiment um Fairtrade-Rosen aus Afrika. In Sachen Fairen Handel hat Edeka noch einiges nachzuholen.
Thomas RehmRedakteurZähe Verhandlungen mit Edeka
Bislang gehört Edeka nicht zu den größten Unterstützern des Fairen Handels in Deutschland. Bereits seit Jahren verkauft der Wettbewerber Rewe erfolgreich Fairtrade-Blumen, zudem glänzen vor allem Discounter wie Lidl oder Norma mit Fairtrade-Eigenmarken.
Die Blumen-Einführung bei der blau-gelben Gruppe ist nach Informationen von derhandel.de auch erst nach zähen Verhandlungen zustande gekommen.
Gute Arbeitsbedingungen vor Ort
Produzent der fair gehandelten Rosen ist Sher Ethiopia in der äthiopischen Region Ziway, der sich 2012 erfolgreich der Fairtrade-Zertifizierung unterzogen hat. Die Beschäftigten arbeiten zu Bedingungen, die den Fairtrade-Standards sowie anderen international gültigen Standards und Normen entsprechen - oder über diese hinausgehen.
So haben Männer und Frauen die gleichen Rechte, und der Lohn liegt rund 40 Prozent über dem gesetzlich vorgeschriebenen Mindestlohn. Ein Manteltarifvertrag regelt unter anderem kostenlose medizinische Versorgung, kostenlosen Unterricht, Arbeitsunfähigkeitsversicherung sowie Rente oder Lohnfortzahlung im Krankheitsfall.
Die Edeka-Fairtrade-Rosen sind auf der Verpackung mit dem Fairtrade-Siegel sowie einem erläuternden Text versehen und tragen einen Produktcode. Interessierte Kunden können den Produktcode auf der Website von Faitrade Deutschland eingeben und erfahren dann mehr über Produzent, Produktion und Sozial- und Umweltstandards.
Im März veranstalten TransFair und Der Handel die Internationale Fairtrade-Konferenz, die als wichtigster Treffpunkt für die Fairtrade-Branche gilt. Infos zum Programm sowie ein Anmeldeformular finden Sie hier.

Redakteur
Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.
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