
Ein Siegel für Ikea
Der schwedische Möbelhändler Ikea verkauft nur noch zertifizierten Kaffee. So sollen die Kunden die Tasse richtig genießen können.
Björn BöerChefredakteurNach Angaben des schwedischen Möbelhändlers leben die Arbeiter und ihre Familien in angemessenen Unterkünften und haben Zugang zu medizinischer Versorgung, Schulen und Weiterbildung. Außerdem werde bei der Produktion darauf geachtet, dass der Wasserverbrauch so gering wie möglich gehalten und der Einsatz von Chemikalien minimiert wird.
Zertifikation zusätzlicher Wert
Ikea möchte mit dieser Entscheidung, ausschließlich zertifizierten Kaffee anzubieten, Verantwortung für Gesellschaft und Umwelt übernehmen.
Das Unternehmen ist der Meinung, dass Kaffee mit UTZ-Zertifikation einen zusätzlichen Wert aufweise und damit den Kaffeebauern erlaube, für ihr Produkt einen besseren Preis zu erzielen. Die Käufer honorierten diesen Mehrwert, indem sie den Kaffeebauern eine Prämie für ihren Kaffee mit UTZ-Siegel bezahlen.
Ikea bietet als erstes Großunternehmen in Deutschland UTZ-zertifizierten Kaffee an. Das Siegel wird gemeinsam von Kaffeebauern, Händlern und Kaffeeröstern getragen, so der Möbelhändler. Produkte mit dem UTZ-Siegel gibt es international unter anderem bei Migros (Schweiz), Delhaize (Belgien), Douwe Egberts (Niederlande), ICA (Schweden) und ASDA (USA).
Melanie Weis

Chefredakteur
Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.
Alle Beiträge