
Einkaufen 4.0: Wie die Online-Shopper ticken
Ohne Studie wäre da sicher niemand so schnell drauf gekommen: E-Commerce macht das Leben leichter und steigert die Lebensqualität erheblich. So lauten die Eingangserkenntnis der Studie „Einkaufen 4.0“ der Deutschen Post/ DHL, die dann aber doch noch einige erhellende Ergebnise liefert.
So lauten die Eingangserkenntnis der Studie „Einkaufen 4.0“ der Deutschen Post/ DHL, die dann aber doch noch einige erhellende Ergebnise liefert.
So stehen Wunsch-Lieferkonzepte hoch im Kurs. Jeder Fünfte möchte wählen können, wo und wann sein Paket zugestellt wird. Jeder zweite Konsument in Deutschland und Österreich (49 Prozent in der Schweiz) achtet auf das Versandunternehmen – 11 Prozent machen den Einkauf sogar vom Versandunternehmen abhängig.
Und die Deutschen kaufen auch im Internet lieber in den heimischen Grenzen. Beim Cross Border Shopping sind Deutsche zurückhaltend. Bestellprobleme, Lieferfragen und Betrugsängste stehen laut Studie (pdf) an der Spitze der Bedenken beim Online-Kauf im Ausland.
Die Sicherheit wird ohnehin selbst im heimischen Markt immer noch skeptisch beurteilt. So fühlt sich nur jeder Dritte in Bezug auf seine persönlichen Daten gut geschützt. Insbesondere bei kleineren, weniger bekannten Online-Shops haben nur 28 Prozent ein sicheres Gefühl. Sicherheit und Transparenz sind aber entscheidende Kriterien für den Online-Einkauf. Die Zahlungsmöglichkeit auswählen zu können, nennen zudem 87 Prozent der Deutschen als wesentliche Anforderung. Dicht gefolgt von einfachen Rücksendungsmöglichkeiten und einer schnellen Lieferung mit jeweils 80 Prozent.
In jedem Fall aber ist Online-Shopping business as usual. In Deutschland hat jeder Dritte im vergangenen halben Jahr zwei- bis dreimal im Monat online eingekauft. In Österreich und der Schweiz war es jeder Vierte.
Die Trennung zwischen online und offline löst sich dabei im Handel zusehends auf. „Nicht Online-Handel, sondern All-Around-Handel wird uns zukünftig beschäftigen“, prognostiziert Christian Heitmeyer, Initiator und Gründer des Lebensmittel-Handelsunternehmens All you need, in einem Essay im Rahmen eines Begleitbandes zur aktuellen Studie der Deutschen Post.
So erwartet er beispielsweise im Lebensmitteleinzelhandel massive Änderungen, die über ein bloßes "Wir sind jetzt Online" weit hinaus gehen würden. "Es geht nicht nur um eine multitechnologische Plattform, sondern auch um eine sinnvolle Integration in den gesellschaftlichen Alltag und die Umwelt“, sagt Heitmeyer und erwartet, dass sich der Handel durchs Smartphones noch mehr verändern werde als durch den PC. Allerdings werde der traditionelle Handel dabei nicht der Innovationstreiber für "Online" oder All-Around werden. Das wäre in der Tat auch eine große Überraschung. (Grafiken: Studie "E-Commerce 4.0" - Deutsche Post/DHL)
Chefredakteur
Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.
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